Welt : Popstar-Flair in Paris mit Pailletten und Samt

Viel Bein zeigt die Chanel-Frau im kommenden Winter. Designer Karl Lagerfeld kleidete die Chanel-Models in seiner Pariser Prêt-à-Porter-Schau in superkurze Hot Pants zu Bomberjacken und schwarzen Tülloberteilen oder in dunkelbraune Tweedkostüme mit schwingenden Miniröcken. Dazu passende Strümpfe sind schwarz und silbrig bestickt.

Wer es bedeckter liebt, trägt Mantelröcke über Kurz-Ensembles sowie hautfarbene zarte Strickkleider, knielang und mit Volants besetzt, oder Mousseline-Modelle in Marineblau mit kunstvoll eingesetzten Falten. Ohne Glitzer scheint es bei Chanel nicht zu gehen: Viele der weichen Wollstoffe sind mit Pailletten oder allerlei Klimperzeug geschmückt. Hosen gibt es kaum - stattdessen schlägt Lagerfeld neuartige Stulpen über Schuhen und Stiefeln vor, die wie zu den Kostümen passende abgeschnittene Hosenbeine wirken.

Dass ein "angezogener" Look äußerst sexy wirken kann, bewies Chloé-Designerin Phoebe Philo mit ihrer Schau. Schmale Mäntel in Creme mit zwei Reihen kleiner bezogener Knöpfe, dunkelrote ausgestellte Hosen und Chiffonoberteile in Flieder sollen an die von Topmodels geprägte Szene Londons der beginnenden 90er Jahre erinnern. Popstar-Attitüde beweisen reich bestickte Samtmäntel. Die Chloé-Frau scheint die individuelle Auswahl zu bevorzugen: "Sie ist freigeistig, doch mit viel Raffinesse", meint Phoebe Philo.

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