Welt : Porno-Industrie unter Aids-Schock

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(dpa). Amerikas PornoDarsteller stehen nach US-Medienberichten Schlange, um sich auf das Aids-Virus HIV testen zu lassen. Zuvor hatte das Bekanntwerden der Infektion eines der gefragtesten Porno-Stars mit dem tödlichen Virus in der Sexfilmbranche eine Schockwelle ausgelöst. Die Pornostudios im San Fernando Valley bei Los Angeles, die mehr als 1200 Sexdarsteller beschäftigen, hatten wegen des HIV-Falls eine zweimonatige Drehpause eingelegt. In dieser Zeit sollen alle Akteure erneut getestet werden. Für die florierende US-Pornobranche, die täglich drei bis vier neue Filme produziert, bedeutet das Aids-Moratorium Verluste in Millionenhöhe. Bislang hätten nur 17 Prozent der Pornodarsteller in den USA beim Dreh Kondome benutzt, erklärte die Leiterin der eigens im San Fernando Valley geschaffenen Klinik für Sexschauspieler, Elizabeth Mitchell. Der jetzt mit HIV diagnostizierte Sex-Star Darren James könnte das Virus in den letzten drei Wochen bei Dreharbeiten an 14 Darstellerinnen weitergegeben haben, die wiederum mindestens 40 Männer angesteckt haben könnten, rechnete die Klinik vor. James hatte sich wie die meisten US-Pornoakteure alle drei Wochen auf HIV testen lassen. Sein letzter Test brachte das Ergebnis „negativ“. Nach Einschätzung Mitchells hat James sich eine Woche vor diesem Test bei einem Dreh in Brasilien angesteckt. Bis das Virus im Blut nachgewiesen werden kann, vergehen drei bis acht Wochen.

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