Pornografie : Katholischer Jugendschutz beruhigt Eltern

Pornos verändern nicht einfach Vorstellungen Jugendlicher von Liebe und Sex, sagt die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW. Sie hat eine Broschüre "Elternwissen: Pornografie" herausgegeben.

Über Pornografie gibt es viele Klischees, sagen Experten.
Über Pornografie gibt es viele Klischees, sagen Experten.Foto: dpa

Pornos vermitteln Jugendlichen völlig falsche Vorstellungen von Sex - das ist zumindest eine Befürchtung vieler Eltern. Welche Vorstellungen Jugendliche von Liebe und Sex haben, bildet sich jedoch nicht erst in der Pubertät aus. Sie entwickeln sich schon in der Kindheit und Vorpubertät, vor allem durch Erfahrungen, die noch nichts mit Sex zu tun haben. Darauf weist die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW in einer neuen Broschüre hin. Im Teenageralter werden diese Vorstellungen dann sexualisiert, sind aber relativ stabil gegenüber Bildern und Videos. Auch bei häufigem Pornokonsum werden diese Konzepte nicht ohne weiteres abgeändert.
Nur wer als Jugendlicher häufig Pornos guckt, fühlt und verhält sich nicht zwangsläufig so. Jugendliche nutzen Pornos unter anderem, um ihr Bild von Sexualität abzugleichen. Daneben spielen aber auch das Austesten eigener Grenzen und ein symbolischer Übergang vom Kind zum Jugendlichen eine Rolle. (dpa)

Die Broschüre „Elternwissen: Pornografie“ kann für 60 Cent per Post bestellt werden bei Kinder- und Jugendschutz NW, Salzstraße 8, 48143 Münster, Tel.: 0251/540 27, E-Mail: info@thema-jugend.de oder im Internet unter www.thema-jugend.de .

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