Porta Westfalica : Großbrand verursacht Störungen im Bahnverkehr

Wegen eines Großbrandes in einer Entsorgungsanlage in Ostwestfalen mussten am Freitag die Züge zwischen Berlin und Köln umgeleitet werden.

Ein Großbrand in einem Müllentsorgungsbetrieb in Nordrhein-Westfalen hat am Freitag den Verkehr in der Region stark behindert. Betroffen waren auch die Fernzüge der Deutschen Bahn nach und aus Berlin.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dapd
01.07.2011 17:29Ein Großbrand in einem Müllentsorgungsbetrieb in Nordrhein-Westfalen hat am Freitag den Verkehr in der Region stark behindert....

Ein Großbrand in einem Entsorgungsunternehmen im nordrhein-westfälischen Porta Westfalica hat am Freitag für starke Behinderungen im Bahnverkehr gesorgt. Ein Teil der Strecke zwischen Bielefeld und Hannover wurde stundenlang gesperrt, wie ein Bahnsprecher sagte. Fernzüge wurden großräumig umgeleitet.

Nach Bahn-Angaben wurden die ICE- und IC-Züge zwischen Hannover und Hamm (Westfalen) über Paderborn umgeleitet und waren um 60 bis 90 Minuten verspätet. Die IC-Züge zwischen Hannover und Osnabrück wurden über Bremen umgeleitet, wie die Bahn weiter auf ihrer Internet-Seite mitteilte.

Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Nach Angaben eines Polizeisprechers waren aus bislang unbekannter Ursache Hunderte, vielleicht sogar Tausende Plastikmüllballen in Brand geraten. Die nahe gelegene Bahnstrecke musste daher ebenso wie eine Bundesstraße gesperrt werden.

Beim Regionalverkehr hatte das Feuer Auswirkungen von Ostwestfalen bis nach Niedersachsen. Die Bahn setzte eigenen Angaben zufolge zwischen Löhne und Minden Busse als Ersatz ein.

Der Großeinsatz der Rettungskräfte hatte bereits am Morgen begonnen. Bis zum Nachmittag konnte die Feuerwehr den Brand noch nicht löschen, obwohl sie zeitweise sogar Unterstützung durch einen Bundeswehrhubschrauber erhielt, der Wasser abwarf.

Eine schwarze Rauchwolke war nach Angaben eines Polizeisprechers bis über die Kreisgrenzen hinaus sichtbar. Anwohner und Beschäftigte in benachbarten Betrieben wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ob giftige Dämpfe entstanden, war zunächst unklar. Der Einsatz könnte noch die ganze Nacht hindurch andauern, sagte der Sprecher der Feuerwehr Porta Westfalica, Michael Horst. (dapd/AFP/dpa)

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