Problem-Vogel : Schwan "Iwan" verbreitet Angst und Schrecken

Am Bodensee sorgt ein Schwan für Wirbel. "Iwan der Schreckliche", so wird er von Einheimischen genannt, hat bereits Schwimmer attackiert und einen Mann in Lebensgefahr gebracht. Nun sollte er aus dem See verbannt werden. Doch das aggressive Vögelchen hatte andere Pläne.

Schwan
Auch ein aggressiver Schwan - aber nicht "Iwan" -Foto: dpa

Meersburg Der "Problem-Schwan" war aus dem Bodensee verbannt worden, weil er einen Schwimmer heftig attackiert und in Lebensgefahr gebracht hatte. Die Umsiedlung in einen Weiher im Hinterland ist jedoch am Donnerstag gescheitert, wie die Polizei mitteilte. Der Schwan war mitsamt seinen vier Jungen nach zwei Tagen aus seinem Exil ausgebüxt. Auf dem Rückweg zum Bodensee fingen Beamte die Tierfamilie an der viel befahrenen Bundesstraße 31 zwischen Meersburg und Uhldingen-Mühlhofen ein.

Die Polizei erwägt nun, den "Problem-Schwan" und seinen Nachwuchs in ein weiter entferntes Gewässer umzusiedeln. In Frage komme ein Donau-Altarm bei Sigmaringen in Oberschwaben, sagte ein Sprecher. "Es darf kein Badesee sein, wir wollen das Problem ja nicht exportieren."

Den Namen "Iwan der Schreckliche" erhielt der Vogel von Badegästen im Strandbad Überlingen-Nußdorf, wo der gefiederte Familienvater seit längerem auf Besucher losgegangen war. Nach dem beinahe tödlichen Zwischenfall in der vergangenen Woche musste das Tier dann auf Anordnung der Behörden vom Bodensee verschwinden. "Iwan" hatte einen 79-jährigen Schwimmer dermaßen attackiert, dass der Rentner in Panik geriet, ohnmächtig wurde und zu ertrinken drohte. Ein anderer Badegast hatte den Bewusstlosen aus dem Wasser gezogen. (ae/dpa)

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