Prostituierten-Morde : Angst vor Serienkiller

In der englischen Grafschaft Suffolk geht nach dem Tod von drei Prostituierten die Angst vor einem Serienmörder um. Eine weitere 24-jährige Prostituierte wird seit kurzem vermisst.

London - Die Polizei empfahl allen Frauen in der südostenglischen Stadt Ipswich und Umgebung, bei der Rückkehr von Weihnachtsfeiern oder sonstigen Aktivitäten in der Nacht äußerst vorsichtig zu sein. Den Prostituierten riet sie, nicht mehr allein auf der Straße zu arbeiten. Nach britischen Presseberichten erstellt die Polizei bereits das Profil eines möglichen Serientäters. Zugleich wurde bekannt, dass eine vierte Prostituierte im Alter von 24 Jahren seit Samstagabend vermisst wird.

Bislang steht fest, dass in Suffolk zwei Frauen im Alter von 19 und 25 Jahren ermordet wurden. Die genaue Todesursache einer dritten Frau, die ebenfalls im Rotlichtviertel von Ipswich ihren Unterhalt verdiente, muss noch ermittelt werden. Die Frau, deren Alter nur mit Anfang bis Ende 20 angegeben wurde, starb vermutlich ebenfalls eines gewaltsamen Todes.

Erinnerunge an den "Yorkshire Ripper"

Die Leichen der drei Frauen wurden in den vergangenen Tagen in der Umgebung von Ipswich gefunden. Alle waren nackt. Auch wenn bislang nur feststeht, dass zwei der Frauen ermordet wurden, befürchtet die Polizei, dass ein Serientäter sein Unwesen treiben könnte. "Die Fakten sprechen für sich", sagte einer der Ermittler. "Wir wissen aber nicht, nach wem wir suchen sollen. Das kann jemand von hier sein, aber auch jemand von weiter weg. Alles ist möglich."

Die Polizei gab den Frauen den Ratschlag, am Abend und in der Nacht möglichst nur noch in Gruppen unterwegs zu sein. "Man sollte wirklich aufeinander Acht geben und sich Gedanken darüber machen, wie man irgendwo hin und wieder nach Hause kommt", sagte eine Polizeisprecherin. In Großbritannien weckte der gewaltsame Tod der Frauen Erinnerungen an frühere Serientäter wie den "Yorkshire Ripper" Peter Sutcliffe, der in den 70er und 80er Jahren mehr als ein Dutzend Frauen getötet hatte. Die meisten waren ebenfalls Prostituierte. (tso/dpa)

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