Protest : Trotz Feld-Besetzung wurden Gen-Rüben ausgesät

20 Genversuchsgegner mussten sich der Übermacht von 450 Befürwortern beugen: Der Saatguthersteller KWS hat am Dienstag auf einem Teil eines seit drei Wochen besetzten Ackers gentechnisch veränderte Zuckerrüben ausgesät. Begleitet wurde die Aussaat von über 400 Mitarbeitern.

NortheimDie KWS-Mitarbeiter hätten für das Recht demonstriert, das veränderte Saatgut auszubringen. KWS-Vorstandssprecher Philip von dem Bussche forderte die rund 20 anwesenden Genversuchsgegner erneut auf, den Acker zu verlassen. Andernfalls würden rechtliche Schritte eingeleitet. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hatte die Versuche mit den gegen Herbizide resistenten Zuckerrüben genehmigt.

Die von den niedersächsischen Landtagsgrünen unterstützten Versuchsgegner seien vom Vorgehen der KWS offenbar überrascht worden, sagte ein Polizeisprecher. Die in Bussen angereisten Mitarbeiter hätten zunächst auf dem Acker eine lange Menschenkette gebildet. Dann seien Arbeiter mit Maschinen und Geräten angerückt. Auf einem mit Bauzäunen gesicherten etwa 80 mal 80 Meter großen Teilstück des Feldes sei anschließend das Saatgut ausgebracht worden. (sba/dpa)

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