Prozess : Ausländer gegen Bezahlung nach Deutschland geschleust

Am Montag beginnt der Prozess gegen einen mutmaßlichen Schleuser, der eine Vielzahl von Türken nach Deutschland geschleust haben soll. Der Beschuldigte hat angeblich 2000 bis 6000 Euro von den illegal Eingereisten kassiert.

BerlinDas Berliner Landgericht verhandelt ab Montag gegen einen 23-jährigen Mann, der eine Vielzahl von Landsleuten aus der Türkei nach Deutschland geschleust haben soll. Von den Betroffenen soll der Angeklagte im Tatzeitraum zwischen Februar 2005 und Juli 2007 Beträge von 2000 bis 6000 Euro kassiert haben. Dabei soll der Beschuldigte vorgetäuscht haben, er werde die mittellosen Landsleute versorgen.

Als die deutsche Botschaft in Ankara wegen der zahlreichen Anträge keine Visa mehr genehmigte, soll der mutmaßliche Schleuser mit gefälschten Dokumenten Einladungen fingiert haben. Zwei mutmaßliche  Komplizen sitzen wegen Beihilfe auf der Anklagebank. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft sind außerdem die in der Türkei lebenden Brüder des 23-Jährigen sowie unbekannt gebliebene Männer in den Fall verstrickt. (yr/dpa)

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