Prozess : Britney Spears' Vater packt vor Gericht aus

Vor einem Gericht in Los Angeles hat der Prozess gegen Britney Spears wegen Fahrens ohne Führerschein begonnen. Im schlimmsten Fall kann sie dafür ins Gefängnis kommen. Das hängt auch von der Aussage ihres Vaters ab.

Britney Spears
Muss Britney Spears ins Gefängnis?Foto: dpa

LOS ANGELES In dem Prozess gegen Britney Spears wegen Fahrens ohne kalifornischen Führerschein ist am Donnerstag der Vater der Sängerin in den Zeugenstand getreten. Seine Tochter sei in Louisiana zuhause und würde bald in ihren Heimatstaat zurückkehren, versicherte Jamie Spears (56) nach einem Bericht von "People.com". Er wollte damit das Argument von Spears' Anwalt Michael Flanagan unterstreichen, dass der Popstar gar keinen kalifornische Fahrerlaubnis braucht, sondern der Führerschein aus Louisiana Gültigkeit hat, weil sie dort gemeldet ist. Bei einem Auffahrunfall im vergangenen Jahr in Los Angeles hatte sich herausgestellt, dass Spears keine kalifornischen Papiere besaß.

Der Prozess gegen die 26-Jährige war am Donnerstag in einem Gericht in Van Nuys bei Los Angeles eröffnet worden. Die zweifache Mutter zeigte sich selbst nicht. Sie kann sich durch ihre Anwälte vertreten lassen. Im Falle eines Schuldspruchs drohen Spears bis zu sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe. Die Anklage argumentiert, dass Spears seit Jahren in Kalifornien wohnt und ihre dortige Adresse unter anderem auf ihren Scheidungspapieren eingetragen hat.

Britney wehrt sich gegen zu harte Strafe

Acht Frauen und vier Männern waren aus einem Pool von drei Dutzend Jury-Anwärtern ausgewählt worden. Einige der Geschworenen hatten bei der Befragung Mitleid mit dem Star bekundet. Spears stehe unter großem Druck und habe medizinische Probleme. Andere taten ihre Abneigung kund. "Ich glaube, sie ist schuldig", sagte ein Mann, der nicht als Juror ausgewählt wurde. Er warf ihr vor, mit dem Prozess Steuergelder zu verschwenden.

Spears hatte kürzlich ein Angebot der Staatsanwaltschaft ausgeschlagen, den Prozess zu umgehen. Sie hätte dafür ihre Schuld einräumen müssen, eine Geldstrafe in Höhe von 150 Dollar zahlen und zwölf Monate auf Bewährung erhalten. Stattdessen wollte sich die Sängerin gegen die aus ihrer Sicht zu harte Strafe für ihr Verkehrsvergehen vor Gericht wehren. Die Sängerin, die seit langem mit privaten und psychischen Problemen kämpft, war schon mehrfach wegen Verkehrsdelikten aufgefallen. (sgo/dpa)

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