Prozess gegen Lidl-Epresser : Richter zusammengebrochen

Der Prozess gegen einen 40-jährigen Hamburger wegen räuberischer Erpressung der Lebensmittelkette Lidl ist verschoben worden. Ein beisitzender Richter brach während der Verhandlung zusammen.

Heilbronn - Die Sitzung dauerte nur eine Stunde. Nun soll sie am 7. März weitergeführt werden. Weshalb der Richter einen Schwächeanfall erlitt, blieb zunächst unklar. Der Angeklagte soll Lidl Neckarsulm um 1,2 Millionen Euro erpresst haben. Dabei soll er gedroht haben, Lebensmittel zu vergiften.

Der geständige 40-Jährige hatte nach eigenen Angaben eine schwere Jugendzeit und ist seit Kindheit spiel- und kokainsüchtig. Der Staatsanwalt wirft ihm vor, Lebensmittel vergiftet zu haben, um seiner Erpressung Nachdruck zu verleihen. In drei Filialen der Handelskette waren Wasserflaschen mit verdünnter Salzsäure gefunden worden. Die angedrohte Vergiftung von Marmelade und Babynahrung konnte nicht bewiesen werden, wie der Staatsanwalt sagte. (tso/dpa)

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