Prozess um Hausexplosion : Angeklagter bestreitet Mordabsicht

Seit Mittwoch steht ein junger Mann vor dem Richter in Mönchengladbach. Er soll die Gasexplosion verursacht haben, in der ein Mensch tödlich verunglückte.

Gasexplosion
Die schwere Explosion am 9. März 2008 in Mönchengladbach forderte einen Toten und 15 Verletzte. -Foto: dpa

MönchengladbachEin 22-jähriger Mechaniker muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Mönchengladbach wegen Mordes verantworten, weil er aus Rache an seiner Ex-Freundin ein Wohnhaus in die Luft gesprengt haben soll. Dabei war ein Mensch getötet worden. Laut Anklage soll er bei einem letzten Besuch der 17-Jährigen im vergangenen März den Gashahn in seiner Wohnung geöffnet haben, um sich und das Mädchen zu töten. Als sich das Mädchen eine Zigarette anzündete, flog das Haus in die Luft. Ein Nachbar starb.

Beim Prozessauftakt bestritt der 22-Jährige eine Mordabsicht. Er habe sich aus Verzweiflung das Leben nehmen wollen, weil ihn seine Freundin verlassen habe, sagte der Angeklagte. Er habe geglaubt, sich mit dem Gas vergiften zu können. Die Explosionsgefahr sei ihm nicht bewusst gewesen. "Ich wollte nicht, dass es explodiert, ich wollte nur einschlafen."

Während der Kfz-Mechaniker und die junge Frau die Explosion schwer verletzt überlebten, wurde ein 45-jähriger Nachbar durch die Wucht der Detonation aus einem Fenster geschleudert und von den Trümmern erschlagen. Das Haus stürzte ein und musste abgerissen werden. (ml/dpa)

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