Welt : Prozess um siebenfachen Mord

Knapp sieben Monate nach der Bluttat in einem China-Restaurant im niedersächsischen Sittensen beginnt heute vor dem Landgericht Stade der Indizienprozess. Vor der Zweiten Strafkammer müssen sich fünf aus Vietnam stammende Männer verantworten.

Stade/Sittensen ­ In der Nacht zum 5. Februar waren das Inhaberehepaar des Restaurants sowie fünf Angestellte erschossen worden. Drei der Männer sind wegen Mordes angeklagt, den beiden anderen wirft die Staatsanwaltschaft schweren Raub oder Anstiftung zum Raub vor. Die Angeklagten bestreiten die tödlichen Schüsse. Der Tod der sieben aus verschiedenen asiatischen Ländern stammenden Männer und Frauen ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft das brutale Ende eines Raubüberfalls auf das Restaurant in der Kleinstadt gewesen. Bei dem zunächst als Tat organisierter Banden eingestuften Verbrechen waren Handys, Computer sowie Bargeld aus dem Lokal entwendet worden.

Auf die Spur der Verdächtigen war die Polizei wenige Stunden nach der Tat gekommen. Bei einer Routinekontrolle zweier Männer an der Autobahn A 1 bei Wildeshausen hatten Beamte einen Zettel entdeckt, der Hinweise auf das überfallene Lokal enthielt. Als Haupttäter gilt ein 30-Jähriger, der Mitte Mai festgenommen wurde. Zwei Mitangeklagte wollen ihn mit der Waffe in der Hand neben zwei der Erschossenen gesehen oder von ihm ein Eingeständnis der tödlichen Schüsse gehört haben. dpa

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