Prozess wegen Raubüberfall : Entlastung für O.J. Simpson

Er wollte seine persönlichen Dinge mit Gewalt zurückholen. Jetzt steht der Ex-Football-Star O.J. Simpson wegen Raubüberfall vor Gericht. Das seine Komplizen bei der Tat bewaffnet waren will er nicht gewusst haben. Ein Zeuge bestätigte jetzt bei dem Prozess seine Aussage.

O.J. Simpson
Aufatmen: Zeugen haben O. J. Simpson entlastet. Der ehemalige Footballstar steht wegen Raubüberfalls vor Gericht. -Foto: AFP

Las VegasDer frühere US-Footballstar O.J. Simpson hat bei seinem Eindringen in das Hotelzimmmer von zwei Souvenirhändlern in Las Vegas im September möglicherweise nicht gewusst, dass seine Begleiter bewaffnet waren. Bei einer Anhörung vor einem Gericht in Las Vegas sagte der Auktionator Thomas Riccio, der an dem Vorfall beteiligt war, Simpson habe keinesfalls eine Feuerwaffe in der Hand gehabt, als er Mitte September mit mehreren Komplizen das Hotelzimmer der zwei Andenkenhändler in Las Vegas stürmte und die Herausgabe persönlicher Erinnerungsstücke forderte.

Der 60-jährige Simpson gibt an, er habe nur Dinge zurückgefordert, die ihm zuvor gestohlen worden seien. Am Ende der Anhörung sollte entschieden werden, ob in dem Fall genügend Beweise für eine formelle Anklage wegen bewaffneten Raubüberfalls vor einem Geschworenengericht vorliegen. Der Souvenirhändler Bruce Fromong hatte Simpson dabei am Donnerstag schwer belastet und gesagt, der von dem Ex-Sportler angeführte Überfall sei eine "militärähnliche Invasion" gewesen.

Dem ehemaligen Footballstar, der sich derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß befindet, könnte im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Gefängnisstrafe drohen. Simpson, der in den 70er Jahren zu den bekanntesten Football-Profis der USA zählte, war 1995 in einem aufsehenerregenden Indizienprozess von dem Vorwurf freigesprochen worden, seine frühere Ehefrau Nicole Brown-Simpson und deren Freund Ron Goldman ermordet zu haben. In einem späteren Zivilverfahren wurde er aber zur Zahlung von Entschädigungen in Höhe von 33,5 Millionen Dollar an die Familien der Opfer verurteilt. (mit AFP)

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