Welt : Qualtität von Apfelschorle: "Gut" nur für zwei Marken

Die Stiftung Warentest hat erhebliche Qualitätsmängel bei fertig abgefüllten Apfelschorlen festgestellt. Zugesetzte Aromastoffe, mangelhafte Hygiene, Konservierungsstoffe oder chemische Entkeimung beeinträchtigten die Qualität der meisten im Handel erhältlichen Produkte, sagte Abteilungsleiterin Kirsten Koeppe am Donnerstag in Berlin. Von 25 getesteten Marken hätten lediglich zwei, "Rhönsprudel" und "Adelholzener", das Testurteil "gut" verdient.

Vier Produkte seien "befriedigend" gewesen, neun hätten ein "ausreichend" und zehn ein "mangelhaft" erhalten. Am schlechtesten hätten die Apfelschorlen von Aldi Nord und Wesergold abgeschnitten. Darin hätten die Tester lebende Hefezellen vorgefunden, was auf unzureichende Hygiene bei der Herstellung schließen lasse. Beide Produkte würden damit gegen die Lebensmittel-Hygiene-Verordnung verstoßen und hätten nicht in den Handel gelangen dürfen. Getestet wurden Apfelschorlen zu Preisen zwischen einer und 2,30 Mark pro Liter, so Koeppe. Dabei seien neben Geruch und Geschmack auch die mikrobiologische und chemische Qualität, die Verpackung sowie die Deklaration der Inhaltsstoffe beurteilt worden. Die Getränke seien sowohl von 305 Konsumenten im Alter von sieben bis 69 Jahren als auch von mehreren Experten probiert und beurteilt worden.

Ein Produkt habe Konservierungsstoffe enthalten und weitere 16 seien chemisch keimfrei gemacht worden. Wegen dieser so genannten Kaltentkeimung, die die Produkte in ihrer natürlichen Zusammensetzung verändere, hätten neun Marken nur mit "ausreichend" abgeschnitten, hieß es. Nachgemachte Apfelaromen und dominierendes Fremdaroma hätten die Tester mit "mangelhaft" bewertet.

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