Welt : Rache

2006:

Alain Genestar, der ehemalige Chef des Magazins „Paris Match“, wird entlassen. Die Zeitschrift hatte eine Titelgeschichte über eine Liebesaffäre von Sarkozys ehemaliger Frau Cécilia mit dem Werbemanager Richard Attias gedruckt. Verlagschef Arnaud Lagardère, zu dessen Imperium die Zeitschrift gehört, ist wie viele Verleger ein guter Freund Sarkozys.

2008: Sarkozys Exfrau Cécilia wirft Sarkozy vor, er habe die Karriere ihres neuen Mannes Richard Attias aus später Rache behindert. Dem Eventmanager wurde der Auftrag zur Organisation des Weltwirtschaftsforums in Davos entzogen, das er 13 Jahre betreut hatte. Der Elyséepalast dementierte.

2008: Patrick Poivre d’Arvor (PPDA), langjähriger, äußerst populärer und eigentlich Sarkozy-freundlicher TF-1-Moderator, wird abgesetzt. Ob Sarkozy vor dem G-8-Gipfel nicht ein wenig aufgeregt gewesen sei „wie ein kleiner Junge“, hatte er im Juni 2007 den gerade gewählten Präsidenten vor laufender Kamera gefragt. Der „kleine Junge“ soll Sarkozy maßlos geärgert haben. Sarkozy pflegt eine gute Freundschaft zu Martin Bouygues, dem Eigentümer des Fernsehsenders.

2004-2010: Ex-Premierminister Dominique de Villepin, Parteifreund und Rivale Sarkozys, wurde in der „Clearstream-Affäre“ angeklagt, aber freigesprochen. Sarkozy hatte ihm als Nebenkläger vorgeworfen, an einer Rufmordkampagne gegen ihn beteiligt gewesen zu sein. Es gibt Hinweise, dass Villepin das nicht auf sich sitzen lässt und bei den nächsten Wahlen gegen Sarkozy antritt. Tsp

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