Radevormwald : Busunglück mit fünf Toten: Verfahren eingestellt

Das schwere Busunglück mit fünf Toten in Radevormwald (Nordrhein-Westfalen) im vergangenen September bleibt ohne strafrechtliche Folgen. Gutachter konnten weder gesundheitliche Ursachen beim Fahrer noch technische Probleme am Bus feststellen.

Köln/Radevormwald"Wir haben das Verfahren eingestellt", sagte der Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, Günther Feld.

Sicher sei, dass überhöhte Geschwindigkeit zu dem Unfall geführt habe: Statt der erlaubten 60 war der Bus mit 90 Stundenkilometern unterwegs. Der 45 Jahre alte Fahrer kam selbst bei dem Unglück am 22. September ums Leben.

Der Bus mit zwölf Menschen an Bord war auf einer abschüssigen Landstraße immer schneller geworden. In einer Linkskurve durchbrach er die Leitplanke, stürzte eine Böschung zum Fluss Wupper hinab und blieb auf der Seite - halb im Wasser - liegen. Außer dem Fahrer starben ein älteres Ehepaar aus Schwerte, ein 38-jähriger Mann und eine 80 Jahre alte Frau aus Radevormwald. Die anderen sieben Fahrgäste wurden verletzt.

Strafrechtlich könne niemand zur Verantwortung gezogen werden, sagte Feld. "Dieses Ergebnis ist auch für uns unbefriedigend", räumte er ein. Ob die Hinterbliebenen der Opfer nun Schadensersatzansprüche stellen können, sei eine zivilrechtliche Frage, die nicht von der Staatsanwaltschaft zu beantworten sei. (smz/dpa)

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