Raketeneinschlag : Mehrere Menschen sterben bei Milizenangriff in Somalia

Beim Einschlag einer Rakete in eine Moschee in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen.

MogadischuIn der Vergangenheit kam es immer wieder zu Entführungen von Mitarbeitern humanitärer Organisationen und Anschlägen auf UN-Einrichtungen in Somalia. Der Krisenstaat am Horn von Afrika ist seit 1991 ohne funktionierende Regierung.

Beim Einschlag einer Rakete in eine Moschee sind in Mogadischu außerdem mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Zum Zeitpunkt des Angriffs beendeten die Gläubigen gerade ihr Abendgebet, berichtete der Rundfunksender BBC. Insgesamt starben nach somalischen Medienberichten mehr als 20 Menschen bei den seit Tagen schwersten Kämpfen zwischen Regierungstruppen und radikal-islamischen Milizen. Zu den Opfern gehörte auch ein hoher Polizeioffizier. Unter den rund 50 Verletzten, die in den Krankenhäusern Mogadischus behandelt wurden, waren auch drei somalische Journalisten.

Nach UN-Angaben sind seit dem Ausbruch der schweren Kämpfe Anfang Mai rund 250 Menschen getötet worden und mehr als 122.000 vor der Gewalt geflohen. Insgesamt leben in Somalia etwa 1,3 Millionen Menschen als Flüchtlinge in Lagern, weil die Kämpfe eine Rückkehr in ihre Heimatdörfer und -städte unmöglich macht.


ZEIT ONLINE, aku, dpa

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