Rauchen : WHO wirft Tabakfirmen Verbreitung von Unwahrheiten vor

Die Weltgesundheitsorganisation hat der Tabakindustrie vorgeworfen, wiederholt Unwahrheiten über die Gefährlichkeit des Passivrauchens verbreitet zu haben.

Manila - "Wir alle wissen, dass Rauchen tötet", sagte Shigeru Omi, WHO-Direktor für den westpazifischen Raum in Manila (Philippinen) am Dienstag. Angesichts der weltweit wachsenden Zahl von Rauchverboten in der Öffentlichkeit spielten aber die Zigarettenhersteller die Risiken herunter und verbreiteten falsche Informationen über die wirtschaftlichen Folgen von Rauchverboten, sagte Omi in Hinblick auf den Weltnichtrauchertag am 31. Mai.

"Weniger bekannt ist, dass jedes Jahr weltweit hunderttausende Menschen an Raucherkrankheiten sterben, die nie selbst geraucht haben." Die Lösung für dieses Problem sei einfach, es brauche eine 100 Prozent rauchfreie Umwelt. Omi appellierte an die Politik, die Menschen besser vor den Gefahren des Passivrauchens zu schützen und Rauchen in allen öffentlichen Räumen und auf öffentlichen Plätzen zu verbieten. Er warnte, dass auch Passivrauchen Krebs verursache und etliche andere Krankheiten auslösen könne.

Trotz der Beweise, die es für die Gefährlichkeit des Passivrauchens gebe, behaupte die Tabakindustrie weiterhin, dass Menschen beispielsweise mit speziellen Lüftungssystemen geschützt werden könnten. Das sei falsch und irreführend. Zudem gebe es keine Studie, die negative wirtschaftliche Folgen von Rauchverboten belegen würde, sagte Omi. (tso/dpa)

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