Raumfahrt : Atlantis startet mit deutschem Astronauten ins All

Nach mehreren abgebrochenen Startversuchen hat es endlich geklappt: Die US-Raumfähre Atlantis ist mit Hans Schlegel auf dem Weg zur Raumstation ISS. Dort soll ein in Bremen gebautes Labor angedockt werden.

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Stürmischer Start. Die Raumfähre Atlantis auf ihrem Weg ins All. -Foto: AFP

Washington Der Shuttle hob pünktlich am Donnerstag um 20:45 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Bundesstaat Florida ab. Zuvor hatte es Bedenken wegen möglichen Regens gegeben. Ursprünglich war der Start für den 6. Dezember geplant gewesen, musste aber wegen defekter Tanksensoren mehrfach verschoben werden.

Der Start war bis zuletzt ungewiss: Dichte Wolken über Cape Canaveral hatten ihn in Frage gestellt. Die Weltraumbehörde Nasa bezifferte die Startwahrscheinlichkeit auf nur 30 Prozent. Gerade noch rechtzeitig war die Wolkendecke dann aber aufgerissen und machte den Weg für die "Atlantis" ins All frei.

Europas erstes Raumlabor

Mit von der Partie sind zwei Europäer, der Deutsche Schlegel und der Franzose Léopold Eyharts, sowie fünf US-Astronauten.
Hauptaufgabe der elftägigen Mission ist es, das Labor "Columbus" an der ISS anzudocken. Insgesamt sind drei Außeneinsätze geplant, an zwei davon wird Schlegel teilnehmen.

Das in Bremen gebaute und 13 Tonnen schwere Labor soll über zehn Jahre lang das Verhalten von Stoffen, Einzellern und wirbellosen Tieren in der Schwerelosigkeit untersuchen.  Columbus ist Europas erstes Raumlabor für Langzeitforschung unter Weltraumbedingungen. Bisher hatten nur die USA und Russland ein eigenes Labor in der ISS. (ho/AFP/dpa)

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