Raumfahrt : Europas Weltraumfrachter zu Jungfernflug gestartet

Die europäischen Weltraumspezialisten können sich freuen: Der Weltraumfrachter "Jules Verne" hat seinen Jungfernflug ins All problemlos bewältigt. Der Transporter ist unterwegs zur internationalen Raumstation ISS.

WeltraumfrachterJungfernflug Foto: dpa
Reibungslos: Der Start der Ariane-Trägerrakete für den Weltraumtransporter in Französisch Guayana. -Foto: dpa

Kourou/BremenDer Weltraumfrachter startete am Sonntagmorgen pünktlich um 05.03 Uhr.  Eine Ariane-5-Trägerrakete hob vom Raumfahrtbahnhof Kourou (Französisch Guayana) ab und brachte das unbemannte Transportfahrzeug ins All. Damit hat Europa nur einen Monat nach dem erfolgreichen Start des Weltraumlabors "Columbus" mit einem US-Shuttle erstmals in Eigenregie einen Transporter zur Internationalen Raumstation ISS geschickt.

Sechs Minuten nach dem Start der Ariane-5-Spezialversion wurde das ausgebrannte Haupttriebwerk abgesprengt. Danach trieb die in Bremen gebaute Oberstufe das sogenannte ATV (Automated Transport Vehicle) in eine Umlaufbahn zwischen 140 und 260 Kilometern Höhe. Inzwischen hat "Jules Verne" seine eigenen Systeme eingeschaltet und nimmt Kurs auf die ISS. Dort soll der Weltraumfrachter nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation ESA Anfang April mit rund sechs Tonnen Nachschub automatisch andocken.

Vorher sind umfangreiche Flugmanöver geplant. Dabei sollen die neuen Navigations- und Kontrollsysteme getestet werden, um eine sichere Annäherung an die bemannte Raumstation zu gewährleisten. Voraussichtlich im August fliegt das ATV Richtung Erde und verglüht mit dem Müll aus der Raumstation in der Atmosphäre. (mhz/dpa)

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