Raumfahrt : Weltraumtouristen Garriott und Wolkow wieder auf der Erde

Die Raumfahrer-Söhne Richard Garriott und Sergej Wolkow sind nach sechs Monaten im All wieder auf der Erde angekommen. Garriott hat sich seinen Lebenstraum rund 22 Millionen Euro kosten lassen.

Moskau Nach einem historischen Treffen im All sind die beiden Raumfahrer-Söhne Richard Garriott und Sergej Wolkow wieder sicher auf der Erde gelandet. Die Sojus-Kapsel mit dem US-Softwareentwickler und dem Kosmonauten schlug am Freitag ohne Zwischenfälle in der kasachischen Steppe auf.  "Start und Landung verliefen nach Plan. Jetzt fliegen Hubschrauber und Sucheinheiten zum Ort der Landung", sagte der Sprecher der Flugleitung bei Moskau, Waleri Lyndin, der Agentur Interfax zufolge.

Wolkow und Garriott erlebten eine besondere Begegnung im All, da sie beide Söhne von Raumfahrern sind. Ihre Väter Alexander Wolkow und Owen Garriott reisten in die kasachische Steppe, um ihre Söhne wieder auf der Erde zu begrüßen. Mit an Bord der Kapsel Sojus-TMA-12 war neben Wolkow auch der Kosmonaut Oleg Kononenko als Mitglied der 17. Langzeitbesatzung. Beide hatten sechs Monate auf der ISS verbracht. Ihre Reise zur Erde hatte mehr als drei Stunden gedauert.

22 Millionen für den Lebenstraum

Wolkows Vater Alexander hatte Mitte der 1980er und Anfang der 1990er Jahre drei Weltraum-Einsätze absolviert. Garriott, dessen Vater Owen 1973 und 1983 für die NASA ins All flog, hatte für die Verwirklichung seines Lebenstraums rund 22 Millionen Euro bezahlt. An Bord des Sojus-Raumschiffes war Garriott am 12. Oktober mit dem Kosmonauten Juri Lontschakow und US-Astronaut Michael Fincke vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS gestartet.

Die beiden letzten Langzeitbesatzungen waren wegen technischer Probleme mit den Sojus-Kapseln bei ihrer Rückkehr zur Erde äußerst hart in der kasachischen Steppe gelandet. Alle technischen Probleme seien behoben worden, versicherte die russische Raumfahrtbehörde. (yr/dpa)

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