Rauschgifthandel : Festnahme nach Drogenrazzia bei der Bundeswehr

Drogenrazzia bei der Bundeswehr: In einer Kaserne im pfälzischen Zweibrücken sitzt ein 27 Jahre alter Feldwebel in Untersuchungshaft. Er soll der Drahtzieher eines Drogenrings sein.

Zweibrücken/Pirmasens Wie erst jetzt bekannt wurde, hatten Ermittler bereits am 6. September Mannschaftsräume und Spinde mehrerer Verdächtiger in der Niederauerbach-Kaserne durchsucht. Dabei seien aber keine Drogen oder Beweismittel gefunden worden, betonte der Sprecher.

Nach Angaben eines Sprechers der Bundeswehr richten sich die Ermittlungen gegen insgesamt sieben Soldaten. Zwei der Verdächtigen seien inzwischen suspendiert worden. Die Bundeswehr werde die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft abwarten und dann gegebenenfalls weitere Konsequenzen ziehen. "Wir sind stark daran interessiert, dass der Fall aufgeklärt wird", sagte der Sprecher.

Amphetamin-Deal aufgeflogen

Die Polizei hatte am 4. September drei Männer, Zivilisten aus der Region Zweibrücken, festgenommen, als diese auf dem Parkplatz eines Baumarktes ein Geschäft mit zwei Kilogramm Amphetamin, einem künstlich hergestellten Aufputschmittel, abwickeln wollten. Bei den weiteren Ermittlungen wurde dann der 27-jährige Feldwebel gefasst. Er soll der Lieferant der Drogen gewesen sein.

Ein weiterer Angehöriger der Zweibrücker Kaserne wird noch mit Haftbefehl gesucht: In seinem Fall geht es nach Angaben der Polizei aber um andere Drogendelikte. Die Niederauerbach-Kaserne war in den vergangenen Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Unter anderem hatten obszöne Aufnahmerituale in der Kaserne die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. (mit dpa)

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