RECHT UND ORDNUNG : Der Fall Bernhard Goetz

Verständnis für Selbstjustiz gab es in den USA oft. Wie im Fall von Bernhard Goetz. Am 22. Dezember 1984 schoss der 39-jährige New Yorker in der U-Bahn von Manhattan vier junge Schwarze nieder. Sie hatten ihn bedroht. Goetz trug eine Waffe, seit er schon einmal von Jugendlichen überfallen worden war.

Die sonst für ihre Liberalität bekannte Stadt feierte Goetz als Helden. In einer Zeit, da Drogendealer auf den Straßen offen agierten, da Banden ein Gefühl der Unsicherheit verbreiteten, hatte ein Mann die Dinge in die Hand genommen und gehandelt. Es ist ein Gefühls- und Handlungsmuster, das in der US-Geschichte tief verwurzelt ist und auch in vielen Filmen Ausdruck fand.

Eine Geschworenenjury sprach Goetz in fast allen Punkten frei. Nur wegen unerlaubten Waffenbesitzes musste er für acht Monate ins Gefängnis. os

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