Regensburg : Vergewaltigte Jugendliche - Spur führt nach Chemnitz

Der Täter, der an Heiligabend die 16-Jährige aus Regensburg entführt und in Oberösterreich vergewaltigt hat, könnte schon öfter zugeschlagen haben. Die Polizei prüft eine Verbindung zu mehreren Fällen in Sachsen.

Regensburg/Chemnitz Nach der Entführung und Vergewaltigung einer Jugendlichen aus Regensburg an Heiligabend prüft die Polizei eine Verbindung zu mehreren Sexualdelikten in Sachsen. In Chemnitz habe es in den Tagen vor Weihnachten drei ähnliche Fälle gegeben, berichtete ein Sprecher der Regensburger Kriminalpolizei am Montag. Es gebe in allen Fällen gewisse Übereinstimmungen bei der Beschreibung des Täters und des silberfarbenen Autos des Mannes.

Die 16-jährige Regensburgerin war am 24. Dezember von dem Unbekannten mit einem Messer bedroht und gezwungen worden, in den Kofferraum seines Wagens zu steigen. Der etwa 25 Jahre alte Mann hatte sich dann in einem Wald an der Jugendlichen vergangen, ehe er sie im österreichischen Linz am Bahnhof absetzte.

Nach dem Tatort wird noch gesucht

Wenige Tage zuvor war eine 18-Jährige in Chemnitz nach einem Discobesuch auf ähnliche Weise entführt und vergewaltigt worden. Nach übereinstimmenden Angaben der beiden Opfer soll es sich um einen etwa 1,85 Meter großen, dicklichen Mann gehandelt haben. Zudem hatte es in Chemnitz in den Tagen zwischen den zwei Entführungsfällen noch mindestens zwei weitere sexuelle Übergriffe auf junge Frauen gegeben.

Bislang ist unklar, wo der Täter die Regensburgerin vergewaltigt hat. Am Wochenende hatten Kriminalbeamte aus Oberösterreich mit der 16-Jährigen mehrere mögliche Tatorte besichtigt. Die Jugendliche schloss diese Waldgebiete allerdings als Tatort aus. Mittlerweile halten es die Ermittler für möglich, dass sich der Mann auf der Fahrt nach Linz noch vor der Grenze bereits in Niederbayern an der 16-Jährigen vergangen hat. Der Tatort werde weiterhin gesucht, sagte der Regensburger Polizeisprecher. (jg/dpa)

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