Welt : Regenschirmattacke machte ihn berühmt

Vor fast genau zwei Jahren hat Ernst August schon einmal mit einem gewalttätigen Angriff für Schlagzeilen gesorgt. Damals war es die Attacke mit einem Regenschirm, die ihm in der Presse den Spitznamen "Prügel-Prinz" einbrachte. Opfer war ein Kameramann. Die Szene trug sich zu in der Nacht zum 11. Januar 1998 vor dem herrschaftlichen Anwesen im Landkreis Hannover, dem Gut Calenberg. Der Kameramann wollte an der Hofeinfahrt als Abschlussbild einfangen, wie Ernst August und Caroline im Auto von einer Gala zurück kehrt. Das Auto aber stoppte, Ernst August sprang heraus und stürmte mit dem Regenschirm auf den Journalisten los. Der Journalist ging zu Boden, die Kamera auch, sie zeichnete aber weiter auf. Die Bilder waren später auf Fernsehschirmen zu sehen. Minutenlang sind die Angriffe zu hören. Der Kameramann erlitt eine Gehirnerschütterung, Prellungen, Blutergüsse und einen komplizierten Nasenbeinbruch. Das Verfahren gegen Ernst August wurde gegen Zahlung von 90 000 Mark eingestellt. Das Landgericht sprach dem Kameramann in einem gesonderten Verfahren 15 000 Mark Schmerzensgeld zu. Der Prinz hatte argumentiert, er fühle sich in seiner Privatsphäre gestört. Ernst August sagte später in einem TV-Interview, er finde das Eindringen in seine Privatsphäre widerlich, da werde er "fuchsteufelswild."

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