Welt : Reise in den Urlaub war ein Flug in den Tod

224 Menschen starben beim Absturz der koreanischen Boeing / Unglücksursache noch ungeklärt AGANA/GUAM.Es sollte der Start in einen Traumurlaub auf der tropischen Insel Guam werden, aber es wurde ein Flug in den Tod.Die meisten der 224 Opfer des Absturzes eines Jumbo-Jets der Fluggesellschaft Korean Air (KA) waren Touristen aus Südkorea, die auf Guam ein paar Tage entspannen wollten.Mehr als 500 Menschen in Seoul, wo Flug 801 mit Ziel Agana gestartet war, warteten verzweifelt auf eine Nachricht über das Schicksal ihrer Angehörigen.Noch Stunden nach dem Unglück schwebten sie zwischen Hoffen und Bangen. Als die Retter, unterstützt von den US-Soldaten der Militärbasis auf der Insel, eintrafen, beleuchteten Hubschrauber die Szene.Das ganze Ausmaß der Zerstörung wurde aber erst bei Anbruch des Tages sichtbar.Bis aufs Metallskelett verbrannte Sitze, verschmorte Plastikteile, ein großes, angesengtes Stück des vorderen Rumpfes und Leichen lagen umher.Von den 231 Passagieren und 23 Besatzungsmitgliedern kamen 224 ums Leben.Es dauerte vier Stunden, bis nach dem Absturz die ersten Verletzten aus dem dichten Dschungel in das nur eineinhalb Kilometer entfernte Krankenhaus gebracht werden konnten. Die Hilfskräfte waren bei Einbruch der Dunkelheit fast 18 Stunden nach dem Unglück zuversichtlich, alle Überlebenden gefunden zu haben.Es waren 30, nachdem zuvor von bis zu 55 Geretteten die Rede war.Einige hatten kaum Kratzer abbekommen; sie konnten das schwelende Trümmerfeld allein verlassen.Mehr als 500 Retter halfen, die Opfer zu bergen.Die Identifizierung wird wegen der schweren Verbrennungen schwierig sein.Als Ursache des Unglücks vermuteten Experten zunächst einen Ausfall des automatischen Landeleitsystems auf dem Flughafen von Agana.Laut Aussagen von Beschäftigten im Tower des Guam International Airport sagte der Pilot kurz vor dem Absturz: "Ich kann es schaffen." Danach verlor der Tower den Funkkontakt.Endgültige Sicherheit über die Ursache der Katastrophe erhoffen sich die Experten vom Flugschreiber.Die Black Box ist inzwischen aus den Trümmern des Wracks geborgen.Flugschreiber und Aufnahmegerät sollen in Washington ausgewertet werden.Mit dem Ergebnis ist deswegen erst in einigen Tagen zu rechnen.

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