Ausstellung : Rubens macht Schule – in Brüssel

Rolf Brockschmidt

Mehr als 400 Jahre lang hat Peter Paul Rubens mit seinem einzigartigen Werk andere Künstler beeinflusst, vor allem die Maler des Rokoko und der Romantik, aber auch Künstler wie Cézanne und Picasso griffen seine Bildsprache auf. Zum ersten Mal zeigt das Brüsseler Museum Bozar mit mehr als 150 Werken, darunter wertvolle Leihgaben aus bedeutenden Museen, vom 25. September an die Werke von Rubens und ihren Einfluss auf andere Maler. „Die Verbindung zu den anderen Künstlern ist uns wichtig“, erklärt Kurator Nico van Hout, der acht Jahre an diesem Projekt gearbeitet hat. „Früher zeigte man Rubens pur oder Rubens und seine Zeit, aber noch nie Rubens und seine Rezeption. Wir wollen zeigen, warum Rubens so wichtig ist.“

Die französischen Künstler hätten ihn vor allem als erotischen Maler, die deutschen zuvörderst als den der Lebenskraft gesehen, während sich spanische Kollegen für seine Altargemälde begeisterten. Die englischen Maler sahen in ihm in erster Linie einen Meister der Landschaft. 160 Gemälde, Skizzen und Radierungen arbeiten die Rezeption in den Themenbereichen Gewalt, Macht, Lust, Mitgefühl, Eleganz und Poesie auf. Die Gemälde Rubens’ waren insbesondere durch Stiche und Reproduktionen berühmt geworden und dienten so späteren Generationen als Inspirationsquelle.

Brüssel, Bozar, Palais des Beaux-Arts, vom 25. September bis zum 4. Januar 2015. Internet: bozar.be

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