Reise : Barock in der Prignitz

Mit dem Audioguide durch Schloss Wolfshagen

Schloss Wolfshagen. Grüne Kaminstube mit Wandbild „Winterlandschaft“. Foto: onnola
Schloss Wolfshagen. Grüne Kaminstube mit Wandbild „Winterlandschaft“. Foto: onnola

Das Barockschloss Wolfshagen zwischen Pritzwalk und Perleberg gilt als „versteckte Perle“ in der Prignitz. Um es für Besucher attraktiver zu machen, kann es jetzt auch per Audioguide erkundet werden. Auf dem Rundgang lernt der Besucher unter anderem Europas bedeutendste Sammlung von unterglasurblau gemaltem Porzellan mit Kunstwerken aus 50 chinesischen und europäischen Manufakturen des 18. bis 21. Jahrhunderts kennen.

Weitere Stationen sind die Ausstellungen über adlige Wohnkultur in Preußen, die Familiengeschichte der Gans Edlen Herren zu Putlitz und über das Königsgrab aus der Bronzezeit im nahen Seddin sowie Hohenzollernporträts, barocke Ahnenbilder oder illusionistische Wandmalereien des späten 18. Jahrhunderts.

Autor der 32 Texte ist Bernhard von Barsewisch, Vorsitzender des Fördervereins des Schlosses und maßgeblicher Initiator des erst vor einigen Jahren abgeschlossenen Wiederaufbaus des einstigen Herrensitzes der Gans Edlen Herren zu Putlitz an der Stepenitz. Zu DDR-Zeiten war das Schloss als Schule genutzt und erheblich verändert worden. Ein Rundgang mit dem Audioguide dauert etwa eine Stunde.

Künftig soll das Schloss bekannter werden. Eine Werbetafel an der Abfahrt Putlitz der Autobahn Berlin–Hamburg wird auf das einzige Museum für adlige Wohnkultur und Gutsgeschichte im Norden Brandenburgs aufmerksam machen. Das Schlossmuseum ist an Wochenenden von 11 bis 16 Uhr, März/April mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet (Putlitzer Straße 16, 19348 Wolfshagen; Telefon: 03 87 89 / 610 63).

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