Dominikanische Republik : Hoch hinaus in der Karibik

Die Dominikanische Republik hat mehr zu bieten als weiße Strände. Im Landesinneren erhebt sich ein Zentralgebirge mit einem Dreitausender. Dort soll ein Dutzend Berghotels gebaut werden.

Franz Smets
Bergsteigen Dom-Rep
Hohe Gipfel nah am Meer: Die Dominikanische Republik will demnächst auch Wandertouristen locken. -Foto: dpa-tmn

Die Dominikanische Republik will den Tourismus „durch neue Projekte beflügeln“. „Die Regierung wird dieses Jahr 250 Millionen Dollar in die Verbesserung der touristischen Infrastruktur und weitere 200 Millionen Dollar in Hotels von höherer Qualität investieren“, verspricht Tourismusminister Felix Jiménez. Umgerechnet sind das insgesamt gut 291 Millionen Euro. Vor allem wolle das Karibikziel jetzt endlich in seinem Zentralgebirge die Infrastruktur für Alpintourismus schaffen.

„Mit dem 3175 Meter hohen Pico Duarte haben wir ein alpinistisches Paradies“, sagt Jiménez. „Es liegen bereits die Pläne für zwölf kleinere Berghotels vor.“ Neben Routen zum Bergsteigen im höchsten Massiv der Karibik sollen auch Raftingtouren ausgearbeitet werden. Skifahren allerdings sei mangels Schnee auch im kältesten tropischen Winter nicht möglich.

Jiménez verweist auch auf das luxuriöse Projekt Cap Cana im Osten des Landes: „Es ist das größte touristische Projekt in der Karibik.“ An mehreren kilometerlangen weißen Sandstränden entstehen Luxushotels, eine Marina, Häuser und Wohnungen sowie fünf Golfplätze für Menschen mit großem Geldbeutel. Auch der US-Baulöwe Donald Trump ist mit einigen Wohntürmen und Restaurants vertreten. Wenn das Projekt vollendet ist, werden – so die ehrgeizigen Pläne – 28000 Angestellte in der eigens zu bauenden Stadt Ciudad Cana wohnen.

Das erste Hotel, das „Santuary Cap Cana“, ist bereits seit einigen Monaten in Betrieb. Es isterrichtet nach dem Vorbild des kolonialen Zentrums von Santo Domingo. Außerdem stehen zwölf Boote mit Fischern bereit, um die Restaurants direkt mit Meeresfrüchten zu versorgen.

Das Karibikziel will aber auch für normal verdienende Reisende interessant und erschwinglich bleiben: „Die Dominikanische Republik wird sich entwickeln wie ein Flugzeug. Sie wird eine erste Klasse, eine Businessklasse und eine Touristenklasse haben“, sagt der Minister.

Das Land mit den größten Zuwächsen in der Einreisestatistik der „DomRep“ ist derzeit Russland: In den ersten vier Monaten des Jahres 2007 besuchten 9800 Russen das Land, dieses Jahr waren es bis Ende April bereits 14579. Auch im „Sanctuary Cap Cana“, wo eine Juniorsuite rund 400 bis 500 Euro pro Nacht kostet, waren schon die ersten russischen Reisegruppen zu Gast.

Auch die All-inclusive-Anlagen in Punta Cana sind jetzt gefordert. Einige Hotels, in denen auch viele Deutsche ihre Ferien verbringen, haben Maßnahmen zur Verbesserung ergriffen, etwa das „LTI-Beach Resort“ an der Playa Bavaro. Dort entstand neben der alten Anlage ein exklusiver Fünf-Sterne-Bereich für die „Businessklasse“.

Mehr dazu im Internet unter: www.godominicanrepublic.com.

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