Reise : Ehrliches Langeoog

Eine Studie nennt Deutschlands beste Kurorte

Bei einem Vergleich von 158 deutschen Heilbädern und Kurorten haben Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz), Bad Zwischenahn und Langeoog (beide Niedersachsen) am besten abgeschnitten. Dies geht aus einer wissenschaftlichen Studie hervor, die jetzt vom Europäischen Tourismus Institut (ETI) in Trier veröffentlicht wurde.

Zur Gruppe der besten Fünf gehören außerdem Bad Harzburg und Bad Pyrmont in Niedersachsen. Nach Angaben des Instituts an der Universität Trier zeigt die Studie, „in welchen Orten gesunder Urlaub mit höchster Wohlfühlqualität möglich ist“.

An der bisher größten Untersuchung dieser Art hatten Orte aus acht Bundesländern (Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Thüringen) teilgenommen. Zu den Auftraggebern gehören neben Ministerien einiger Länder auch zahlreiche Kurorte sowie Tourismusverbände. Insgesamt gibt es mehr als 350 staatlich anerkannte Bäder und Kurorte in Deutschland.

Wissenschaftliche Mitarbeiter hätten die 158 Orte ein Jahr lang auf die kurmedizinischen Angebote sowie auf Gastronomie, Unterbringung, Landschaft, Verkehrsverhältnisse, Freizeitangebote und auch auf „örtliche Atmosphäre“ hin untersucht. Ziel seien eine „ehrliche Standortanalyse und eine Fülle an Handlungsvorschlägen“ für die Verantwortlichen gewesen. Das ETI veröffentliche daher keine vollständigen Listen, aus denen auch besonders schlechte Bäder und Kurorte ersichtlich wären. Die Studie sage auch nur etwas über die Qualität des „gesundheitstouristischen Angebots“ aus – und nichts darüber, wie gut oder schlecht die Orte wirtschafteten. Bei den Mineral- und Moorheilbädern führten Bad Harzburg, Bad Neuenahr und Bad Zwischenahn die Wertung an, bei den Seebädern platzierten sich die „Drei Kaiserbäder“ auf der Ostseeinsel Usedom und Zingst (Mecklenburg-Vorpommern) sowie das Nordseeheilbad Langeoog vorn. Bad Bevensen, Bad Iburg (Niedersachsen) und Tecklenburg (Nordrhein-Westfalen) bildeten die Spitzengruppe der Kneipp-Kurorte.

Bei den heilklimatischen Kurorten lagen Bad Harzburg (Niedersachsen), Winterberg (Nordrhein-Westfalen) und Manderscheid (Rheinland-Pfalz) vorn. Das ETI betreibt seit 1991 touristische Forschung und Beratung.

Niedersachsen stellte mit 40 Orten etwa ein Viertel der Teilnehmer und fast die Hälfte der insgesamt 36 Bundessieger. Gewinner waren Orte, die bei der Auswertung nach verschiedenen Kriterien in einer von drei Zielgruppen (Gesundheitstouristen, Wohlfühlurlauber und Erholungstouristen) im Spitzenfeld abschnitten. 83 Prozent der Gäste in den Kurorten sind Erholungstouristen, 7 Prozent kommen zur gezielten Behandlung eines Leidens und 10 Prozent gelten als „Wohlfühlurlauber“. dpa

Internet: www.eti.de

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