Reise : Ende der chinesischen Butterfahrten

Die schärfere Gesetzgebung für chinesische Auslandstouristen bringt dem deutschen Handel zunächst Umsatzeinbußen. Nach Auffassung des Mehrwertsteuerabwicklers Global Blue überwiegen mittel- und langfristig jedoch die Vorteile, weil sich die kaufkräftigen Touristen an ihren europäischen Zielen freier bewegen könnten als bisher. Das Tourismusgesetz habe für die Chinesen die Pauschalreisen nach Europa um 20 bis 30 Prozent verteuert, berichtet der Zahlungsabwickler aus Düsseldorf.

Die chinesische Regierung hat zum Oktober Praktiken verboten, mit denen Touristen in bestimmte Geschäfte gelenkt oder sogar zu Käufen gezwungen wurden. Mit Hilfe der entsprechenden Provisionen hatten die Reiseveranstalter die Preise für die Pauschalreisen gemindert.

Trotz der Preissteigerung werde auch für 2013 mit mehr als 100 Millionen eine wachsende Zahl von chinesischen Auslandstouristen erwartet, hieß es. Diese bevorzugten zunehmend Individualreisen. Für die Händler in den deutschen Metropolen bestehe die Herausforderung, ihre Geschäfte vor allem über die sozialen Netzwerke möglichst vor Anreise der Touristen in China bekanntzumachen. dpa

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