Weimar : Besuch bei Schiller

Dichterhaus in Weimar saniert und wieder geöffnet.

Alles dicht. Das Schillerhaus hat auch neue Fenster bekommen.
Alles dicht. Das Schillerhaus hat auch neue Fenster bekommen.Foto: Michael Reichel/dpa

Das Weimarer Wohnhaus des Dichters und Dramatikers Friedrich Schiller (1759–1805) empfängt wieder Besucher – in restaurierten Räumen. Für rund 400 000 Euro seien in dem Literaturmuseum in den vergangenen Monaten Fußböden und Fenster erneuert worden, sagte Baudirektor Philipp Jung von der Klassik-Stiftung.

Das direkt angrenzende Schillermuseum erhielt mit der Sanierung eine Trennwand aus Glas, Holz und Stahl zwischen Foyer und Treppenhaus. Damit sollen die klimatischen Bedingungen im Obergeschoss des 1988 errichteten Museums verbessert werden, hieß es.

Das sei insbesondere im Zusammenhang mit der Ausstellung „Cranach in Weimar“ und den dafür vorgesehenen Originalen erforderlich. Die Cranach-Ausstellung wird am 3. April 2015 eröffnet.

Schillers Wohnhaus an der einstigen Esplanade in Weimar wurde 1777 errichtet und 1802 von dem Dichter erworben. Er bewohnte es mit seiner Familie bis zum Tod am 9. Mai 1805. Nach Charlotte Schillers Tod 1826 wurde das Gebäude verkauft und 1847 von der Stadt für die Einrichtung eines Museums erworben. Die heutige Dauerausstellung der Klassik-Stiftung ist Schillers Zeit in Thüringen gewidmet, der Rundgang führt durch mehrere Wohnräume und zum Arbeitszimmer. Dort entstanden unter anderem Schillers letzte Dramen „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“. Der Dichter war 1799 nach Weimar gezogen.

Telefonische Auskunft: 036 43 / 54 54 00

(epd)

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