Reise : Gedenkstätte in Seelow – neu konzipiert

Die Gedenkstätte Seelower Höhen im östlichen Brandenburg präsentiert Mitte Dezember eine neu gestaltete Dauerausstellung. Anlass ist der 40. Jahrestag der Eröffnung des Museums zur Erinnerung an die größte Schlacht des Zweiten Weltkrieges auf deutschem Boden. Im Frühjahr 1945 standen sich im Oderbruch und auf dem Höhenzug am Rande von Seelow hunderttausende Soldaten, 14 000 Geschütze, 5000 gepanzerte Fahrzeuge und die gleiche Anzahl an Flugzeugen gegenüber. Noch einmal wollten sich deutsche Soldaten damals dem übermächtigen Gegner auf seinem Vormarsch auf Berlin entgegenstellen. 100 000 Soldaten unterschiedlicher Nationen verloren dabei ihr Leben.

Die Ausstellung erinnert an die Unmenschlichkeit dieser Kämpfe, zeichnet den damaligen Frontverlauf nach und zeigt Panzer, Geschütze und Waffen. Oberhalb des Museumsgebäudes befindet sich seit 1945 ein Ehrenhain für gefallene sowjetische Soldaten.

Die Umgestaltung kostete rund 450 000 Euro. Besucher können sich mit Audioguides über das Gelände bewegen. Erstmals wird auch der Umgang mit den Erinnerungen an die Schlacht auf den Seelower Höhen zwischen 1945 und 1989 wissenschaftlich beleuchtet. Auskunft unter gedenkstaette-seelower-hoehen.de, Telefon: 033 46 / 597 Tsp

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