Reise : In britischen Pubs gibt man kein Trinkgeld

Großbritannien oder Irland ohne Pubs – das wäre nahezu undenkbar. Die gemütlichen Kneipen sind Treffpunkte und Kommunikationszentralen mit Wohnzimmercharakter für die unterschiedlichsten Menschen. Wer sich darin souverän bewegen möchte, sollte allerdings einiges beachten.

Ein großer Fehler ist, sich einfach an einen Tisch zu setzen und zu warten, was passiert. Eine Bedienung gibt es nämlich oft nicht. Stattdessen sollte der erste Gang zur Theke führen. Dort wird bestellt und auch gleich bezahlt, wie eine Sprecherin von Visit Britain erklärt.

Auf Unverständnis stößt allerdings, wer einfach ein Bier bestellt. Stattdessen sollte der Gast präzise sagen, welche Art von Bier er möchte – zum Beispiel Lager oder Ale – und in welcher Größe: Half-Pint oder Pint. Ist man mit mehreren Personen unterwegs, zahlt stets nur einer die Runde.

Trinkgeld gibt man dabei nicht. Um sich dennoch für guten Service erkenntlich zu zeigen, kann man dem Wirt mit den Worten „and one for yourself“ ein Bier ausgeben. Er wird dann später auf Kosten des Gastes trinken – nicht aber ohne ihm vorher zuzuprosten. In manchen Pubs steht mittlerweile auch ein Glas auf der Theke, in dem man ein paar Münzen hinterlassen kann.

Die beste Zeit für den Pubbesuch ist laut Visit Britain unter der Woche gegen 18 Uhr. Dann mischen sich Büroangestellte, die nach der Arbeit noch schnell ein Bier trinken, mit Feierlustigen und Touristen. dpa

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