Jeruzalem, km 3590 : Heiliges Ländchen

Jeruzalem in Slowenien - das wirft gleich zwei Fragen auf: Wie kommt der Ort zu dem Namen? Und was für ein Land ist das? Marjan Nowak hat hier auf einer Hügelkuppe sein Lokal, die "Taverne".

Jeruzalem
Toskana mit Pappeln: Die Landschaft in der Umgebung Jeruzalems könnte man glatt mit der des westlichen Nachbarlands verwechseln. -Foto: Stefan Jacobs

JeruzalemJeruzalem in Slowenien - das wirft gleich zwei Fragen auf: Wie kommt der Ort zu dem Namen? Und was für ein Land ist das? Marjan Nowak hat hier auf einer Hügelkuppe sein Lokal, die "Taverne". Es gibt Wildspezialitäten und gute Weine. Er könnte zufrieden sein. Billigflieger versorgen ihn mit Touristen aus immer ferneren Ländern, die wiederum zu ihm kommen, weil Jeruzalem neugierig macht.

Nur wäre es Marjan Nowak lieber, wenn die Touristen Ahnung hätten."Die Leute wollen eine regionale Spezialität und bestellen Cevapcici", klagt er. "Das ist etwa so slowenisch wie Wiener Schnitzel." Als Slowenien noch zu Jugoslawien gehörte, war es der größte Nettozahler im Vielvölkerstaat. "Deshalb wollten wir ja raus",sagt Nowak. Jetzt ist er in der nächsten Gemeinschaft. Da zahlen sie - noch - nichts.

Er könnte sich freuen. Manchmal tut er's auch: Wenn er den Neid kroatischer Gäste auf die EU und den Euro erlebt. Und wie kommt Jeruzalem zu seinem Namen? Man hört verschiedene Versionen. Die von Marjan Nowak geht so: Es waren Kreuzritter auf dem Weg aus dem Heiligen Land, die Wurst und Wein und Weib so wunderbar fanden, dass sie dem Ort den heiligen Namen gaben - und blieben. Stefan Jacobs

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