KREUZFAHRT : KREUZFAHRT

Die „Queen Elizabeth 2“ liegt derzeit noch am Kai in Port Rashid, Dubai. Foto: gws
Die „Queen Elizabeth 2“ liegt derzeit noch am Kai in Port Rashid, Dubai. Foto: gws

Totgesagte leben länger.

Zumindest könnte das auf das ehemalige Cunard- Schiff „Queen Elizabeth 2“ zutreffen. Die jüngste Meldung: Die Schiffs-Legende ist von seinen arabischen Eigentümern in Dubai nicht an chinesische Abwracker verkauft worden (Tagesspiegel vom 6. Januar 2013), sondern an eine Investorengruppe in China/Hongkong. Das zumindest berichtet die britische „Financial Times“. Die Gruppe zahlt angeblich eine Million US-Dollar pro Jahr an Dubais Staatsunternehmen Istithmar, die 2008 das Schiff für 100 Millionen Dollar von Cunard gekauft hatte. In Hongkong oder Singapur soll nun das umgesetzt werden, was sich Dubai vorgenommen hatte: ein schwimmendes Luxushotel, vertäut im Hafen. Die Oceanic Investments Ltd. hat angeblich die Option, in zehn Jahren das Schiff für 35 Millionen Dollar zu kaufen.

Was sich die neuen Geldgeber vorstellen, ist auch bereits bruchstückhaft auf eine Internetseite zu sehen (QE2Hotels. com): 400 Hotelzimmer und 100 sogenannte Residences sowie sieben Restaurants, Bars und Lounges soll es geben. Virtuell ist das Schiff vor der Kulisse Hongkongs zu sehen.

Eine britische Investorengruppe, die die „QE 2“ gern in London auf der Themse ankern sähe, will sich hingegen noch nicht geschlagen geben. Man habe in den vergangenen vier Jahren schon zu viele Gerüchte über die Zukunft der Schiffs- Ikone gehört, um der neuen Variante zu große Bedeutung beizumessen, sagt auch Rob Lightbody, der seit Jahren einer Art Freundeskreis der „QE2“ vorsteht. Er glaubt, die britische Investorengruppe „QE2London“ könne Dubai noch davon überzeugen, dass es das Beste sei, wenn das Schiff in London vor Anker ginge. Das brächte allerdings bisher kaum bezifferbare Kosten mit sich, denn die Themse ist im Londoner Stadtgebiet nicht tief genug, um das Schiff zum gewünschten Liegeplatz zu bringen. gws

Mediterrane Lebensart Die Kampagne „Im Leben zählen nicht die Minuten, sondern die Momente“ soll den neuen MSC-Claim in 20 Ländern bekannt machen. Die Musik in einem TV-Spot stammt von Filmkomponist Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“). Tsp

Getränkepauschale Transocean Kreuzfahrten, Bremen, bietet im neuen Katalog für die „Astor“ ein Getränkepaket zum Preis von 12,50 Euro pro Person und Tag an (nur vor Reisebeginn buchbar). Darin enthalten sind ohne Limit Mineralwasser, Softdrinks, Bier, eine Auswahl an Weinen, Sekt, Kaffee und Tee jeweils zum Mittag- und Abendessen. Darüber hinaus sind drei Weinpakete zu kaufen (nur an Bord), die drei, fünf oder sieben Flaschen Wein sowie zwei, drei und fünf Flaschen Wasser enthalten. Preis: 61, 96 beziehungsweise 134 Euro. Tsp

Neuer Fjord Hurtigruten erweitern in diesem Jahr ihr Fahrtgebiet: Neuer Bestandteil im Fahrplan wird der Hjørundfjord sein, ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt während der Reise entlang der norwegischen Küste. Alle HurtigrutenSchiffe werden zukünftig den Fjord vom 1. September bis zum 31. Oktober anlaufen. Der „Neuzugang“ zieht 35 Kilometer tief in die Bergwelt. Durch die Aufnahme des Hjørundfjords ins Programm verkürzt sich die Zeit, in der der Geirangerfjord angelaufen wird, um zwei Wochen. Dieser Fjord wird zukünftig von Mitte April bis Ende August besucht. Tsp

Bestseller an Bord Was haben die Rattles und Hera Lind gemeinsam? Sie sind demnächst als Gastkünstler an Bord der „Mein Schiff 2“. Den Auftakt bildet die Lesereise mit Hera Lind. Auf der Kreuzfahrt „Dubai trifft Mittelmeer“ vom 24. März bis 7. April erleben die Gäste drei Lesungen der „Superweib“-Autorin. In ihrer OneWoman-Show „Zwischen Superweib und Schleuderprogramm“ greift Lind Themen ihrer Erfolgsromane auf. Dynamisch geht es vom 7. bis 19. Mai auf der Reise „Antalya trifft Westliches Mittelmeer“ mit den Rattles weiter. Die Urväter der deutschen Rockszene, die bereits mit den Beatles durch Deutschland tourten, geben ein Livekonzert auf dem Schiff. Tsp

Sibiriens Küste Das Expeditionsschiff „Bremen“ von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten läuft erstmals im diesem Mai die unerschlossene Region Primorje nördlich von Wladiwostok an. Mit der höchsten Eisklasse für Passagierschiffe und einem Tiefgang von lediglich 4,8 Metern ist dem Schiff die Reise zu den entlegenen Winkeln der sibirischen Küste möglich. Ausflüge in die Wälder der Taiga und die wilde Tundra stehen ebenso auf dem Programm wie Zodiactouren auf dem Samarga-Fluss und Erkunden von Wladiwostok, Russlands Tor zum Pazifik. Die 17-tägige Reise führt von Schanghai nach Otaru/Japan. Experten für Biologie, Geologie sowie Ethnologie und Geschichte halten Vorträge an Bord und stehen bei Landgängen für weitere Informationen über die sibirische Küste zur Verfügung. „Expedition Sibirien“ vom 16. Mai bis 2. Juni kostet ab 7990 Euro pro Person in der Doppelkabine inklusive Flug. Auskunft im Reisebüro. Tsp

Flüsse Europas Das kleine Flussschiff „Serenité“ (sechs Kabinen) wird in diesem Jahr auf sieben- bis zehntägigen Fahrten durch die Wasserlandschaften Westeuropas kreuzen. Etwa durch das Biosphärenreservat Schorfheide, Berlin und Schwerin, Amsterdam, Enkhuizen und Hoorn, Antwerpen und Brügge; von Paris geht es in die Region von Chablis und Champagner. Die Saison beginnt am 16. April in Köln und endet am 22. Oktober in Aschaffenburg. Auskunft: Serenité River Cruising, Telefon: 01 72 / 812 57 80, Internet: serenite.de Tsp

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