KREUZFAHRT : KREUZFAHRT

Comeback

Die Zwillingsschwestern Gisa und Hedda Deilmann (45) steigen wieder ins Kreuzfahrtgeschäft ein. Wie die „Lübecker Nachrichten“ melden, bieten die gescheiterten Erben der Deilmann Reederei („Deutschland“) mit der Deilmann Selektion GmbH nach eigenen Worten „individuelle Luxusreisen jenseits des Massentourismus“ an. Die ehemaligen Reederinnen, die die „Deutschland“ 2010 an die Münchener Finanzholding Aurelius verkaufen mussten, chartern die „Hanse Explorer“. Das eisverstärkte Expeditionsschiff soll im kommenden Jahr zu zwei Kreuzfahrten für ein zahlungskräftiges Publikum ins Polarmeer fahren. Das 48 Meter lange und gut zehn Meter breite Schiff der Reederei Harren & Partner (Bremen) bietet Platz für zwölf Passagiere. Tsp

Trinkgeld Wird bei einer Kreuzfahrt ein Zwangstrinkgeld fällig, muss es bereits im genannten Endpreis enthalten sein. Die Reederei dürfe es nicht nachträglich auf den Preis aufschlagen, den sie beispielsweise in der Werbung angegeben hat, entschied das Kammergericht Berlin (Aktenzeichen: 5 W 11/13). Manche Anbieter von Kreuzfahrten buchen automatisch ein paar Euro Trinkgeld pro Tag vom Bordkonto jedes Passagiers ab. Das ist legal. Da der Kunde diese Abgabe allerdings nicht umgehen könne, sei sie ein verbindlicher Bestandteil des Endpreises – die Reederei dürfe nicht mit einem niedrigeren Preis für die Fahrt werben. Das Kammergericht widersprach damit dem Landgericht, das eine Beschwerde eines Passagiers abgewiesen hatte. Darin ging es um eine Kreuzfahrt, deren Preis mit „555,- p.P. zzgl. Service Entgelt*“ angegeben war. Im Bezugstext zu dem Sternchen stand, dass pro „beanstandungsfrei an Bord verbrachter Nacht“ ein Trinkgeld in Höhe von 7 Euro anfalle. Das Kammergericht entschied, dass der Endpreis für sieben Nächte damit nicht 555 Euro betragen habe, sondern 604 Euro. Die Anzeige war nach Einschätzung des Gerichts unlauter und unzulässig. dpa

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