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Reich an Gärten



Selten hat ein Fürst sein Land so mustergültig entwickelt und geformt wie Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau. Er hatte Mitte des 18. Jahrhunderts versucht, aus seinem Staat ein Klein-England zu machen, die Landschaft nach englischen Ideen zu gestalten und die einheimische Bevölkerung zu bilden. Das Gartenreich Dessau-Wörlitz im Biosphärenreservat Mittelelbe ist heute eine Kulturlandschaft mit Schlössern, Parks und Streuobstwiesen, eine Bildungslandschaft mit Kunstwerken und Kleinarchitekturen, die in Europa einzig ist – ein Weltkulturerbe.

Die Entwicklung begann im Barock mit Schloss Oranienbaum, setzte sich mit dem Rokokoschloss Mosigkau fort und endete mit dem klassizistischen Schloss Wörlitz.

Dass dies längst noch nicht alles ist, beschreibt der sehr informative und üppig illustrierte Führer durch das Gartenreich Dessau-Wörlitz, der jetzt von Thomas Weiss in sechster Auflage herausgegeben wurde. Im Prinzip ist es eine Neuausgabe, denn Texte, Bilder, Karten und Layout wurden aktualisiert. Hans von Trotha führt ein in die Gartenkunst des 18. Jahrhunderts und die Mitarbeiter der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz beschreiben nicht nur die oben genannten Höhepunkte, sondern auch den Sieglitzer Park, Luisium, Georgium und Groß-Kühnau. Rolf Brockschmidt





— Thomas Weiss (Herausgeber):
Das Gartenreich Dessau-Wörlitz. Kulturlandschaft an Elbe und Mulde. L & H Verlag, Hamburg 2011, 220 Seiten, 12,80 Euro

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