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Das Phänomen

Mallorca geht immer, heißt es. Das trifft sowohl auf die Insel als Reiseziel zu als auch bei Buchtiteln. Denn: Es gibt selbst für Kenner stets neue Blickwinkel auf die Insel zu entdecken. Knapp 2500 Titel zum größten Balearen-Eiland bietet allein der Buchhändler Amazon an. Und viele Millionen Urlauber können nicht Jahr für Jahr irren. Doch der Reisende muss sich auch auf Mallorca Mühe geben, will er neben der fabelhaften Altstadt von Palma und den trubeligen Stränden die stillen, so ganz anderen Winkel der Insel entdecken. Er muss sich aufraffen, Hotel und Pool zu verlassen. Er kann sich mit dem Fahrrad oder Leihwagen über die Insel treiben lassen oder gezielt bestimmte Ziele ansteuern. Dabei ist das vorliegende Buch durchaus hilfreich. Und es macht mit guten Fotos auch Lust, sich auf den Weg zu machen. Gewiss, der Autor kann nicht dienen mit den oft beschworenen „Geheimtipps“, Orten also, die kaum einer kennt. Er schweift in alle Himmelsrichtungen aus und beschreibt kenntnisreich die bergige Region im Nordwesten mit den kleinen, noch immer beschaulichen Dörfern oder streift über die Märkte im Inselinneren, auch die, die noch keinen Plunder für Busladungen anbieten. Wie gesagt – Mallorca geht immer. gws

— Gerhard P. Müller (Fotos), Roland Motz (Text): Mallorca, Insel der Gegensätze. Bruckmann Verlag, München 2011, 160 Seiten, rund 300 Abbildungen, Hardcover mit Schutzumschlag, 19,95 Euro

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