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Kirschblüte bei Yokohama

, eine Flusslandschaft bei Nagasaki, gesäumt von alten Holzhäusern, Pagoden, Samurai, Geishas – der opulente Bildband „Japanese Dream“ gibt einen Einblick in das japanische Leben gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Bereits kurz nach der erzwungenen Öffnung Japans für Ausländer durch Commander Perry 1854 kamen die ersten Fotografen in das für Europäer geheimnisvolle Land. Einer der berühmtesten ist Felice Beato, der noch zur Edo-Zeit, also zur Zeit der Shogune, das Land bereiste und mit seiner Art, Menschen und Landschaften zu inszenieren, stilbildend für die japanische Fotografie war. Die meisten Fotos aus dem Band stammen aus den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts. Ihre Qualität ist verblüffend, die extremen Vergrößerungen für diesen großformatigen Bildband hat den Bildern nicht geschadet. Beato hatte seine Fotos koloriert, um die optische Wirkung zu erhöhen – und das taten auch seine Epigonen, sodass eine Kirschblüte oder die prächtigen Gewänder der Geishas voll zur Geltung kommen. Manches wirkt heute noch vertraut, manches archaisch. Jene Fotos begeisterten die Europäer, inspirierten Künstler und prägten lange Zeit die Vorstellung von Japan in Europa. Ein Bildband für Genießer. Rolf Brockschmidt

— Monica Maffioli Text), Maurizio Bartomioli (Gestaltung): Japanese Dream. Verlag Hatje Cantz, Ostfildern 2012. 132 Seiten, Deutsch, Englisch, 56 farbige Abbildungen. 33,60 x 48,60 cm, Seideneinband. 98 Euro

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