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Vogelperspektive

Das Privileg, mit Hubschrauber oder Kleinflugzeug dicht über Deutschlands Städten unterwegs zu sein, haben nicht viele – von Übermenschen im Vorstand eines besonderen Clubs einmal abgesehen. Dass die Vogelperspektive ihre Reize hat, beweisen immer wieder Fotografen, die andere dann mittels ihrer Bilder an den Ausflügen teilhaben lassen. Wie Gerhard Launer. Es soll kaum einen Fotografen geben, der so viele „Städte von oben“ in seinem Archiv hat. Nun hat der Franke ein Buch vorgelegt, dass uns 174 Städte zwischen Aachen und Zwickau vorstellt. Zum Teil ermöglicht Launer interessante Blicke, etwa auf Brandenburg an der Havel, einiges ist in der Perspektive eher beliebig. Und bei manchem Bild grummelt der blätternde Hobbyknipser auch: „Das hätte ich schon vom Kamerachip gelöscht.“ Mehr Sorgfalt wäre dem Buch beim Lektorat der Texte diverser Autoren zu wünschen gewesen. Wenn wir zum Beispiel lesen, 1950 sei das „Reichssportfeld“ in

„Olympiastadion“ umbenannt worden, sind wir doch leicht verstimmt. Die Freude an den vielen wirklich tollen Fotos bleibt davon jedoch unberührt. gws







— Gerhard Launer:
Deutschlands Städte – Entdeckungen von oben. Frederking & Thaler, München 2013, 250 Fotos, 264 Seiten, 49,99 Euro

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