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Reisebücher & Reiseführer

A. Gerstlacher

Schön übernachten in Italien

Slow Food Editore: Locande d’Italia – Übernachten in den schönsten Hotels, Pensionen und Bauernhöfen, Hallwag-Verlag 2008, 552 Seiten, 24,90 Euro

Gemütliche Hotels, Pensionen und Bauernhöfe aus dem Slow-Food-Verlag

Der Ferienbauernhof Cascina Caremma liegt in Besate, 28 Kilometer südwestlich von Mailand. Errichtet in einer Mühle aus dem 19. Jahrhundert. Dort werden Bioprodukte angebaut und in der Küche des Restaurants gleich verwendet. Das Frühstücksbüfett ist reichhaltig (mit gebackenem Kuchen). Und wer mag, kann in der Umgebung Wandern, Rad fahren oder in ein Kanu steigen. Diese Empfehlung – zufällig ausgewählt – steht zusammen mit 969 anderen Adressen im aktuellen „Locande d’Italia“. Dies ist ein Übernachtungsführer für Italien mit Hotels, Pensionen und Bauernhöfen, der jetzt erstmals in deutscher Sprache und ganz aktuell vorliegt. Es ist so was wie das Schwesterbuch der „Osterie d’Italia“, des vielen bekannten Schlemmerführers, ebenfalls herausgegeben von Slow Food. Und ganz in der Slow-Food-Tradition wurden auch die Übernachtungsmöglichkeiten danach ausgewählt, ob sie „eine ausgeglichene Mischung an Gastkultur, eine aus Einfachheit und Freundlichkeit entspringende Gemütlichkeit“ vereinen, kombiniert mit „vernünftigen Preisen“. So haben sich die Autoren nach oben eine Preisgrenze von 120 Euro pro Doppelzimmer mit Frühstück gesetzt. Neben allen wichtigen Fakten wie Anschrift, Ausstattung, Umgebungstipps usw. ist jedem Etablissement eine liebevolle Beschreibung gewidmet, die genug Details verrät, um damit eine Auswahl zu treffen. Die Auflistung für alle 20 Regionen Italiens ist übersichtlich und leserfreundlich. Fazit: eine gelungene Ergänzung für die Slow-Food-Restaurants. WOG



Kulturkompass für Asien

Reise nach Bali. Unionsverlag, Zürich 2007, 254 Seiten, 9,90 Euro.

Reise nach Thailand, Unionsverlag, Zürich 2007, 224 Seiten, 9,90 Euro

„Geschichten fürs Handgepäck“ oder einen „Kulturkompass fürs Handgepäck“ verspricht der Züricher Unionsverlag mit seiner Taschenbuchreihe, die Südostasienreisende sich nicht entgehen lassen sollten. Was der klassische Reiseführer nicht leisten kann, „den Blick zu öffnen für das, was unter der Oberfläche liegt“, fördern die handlichen Bände gezielt zu Tage. Sind es beim Thailandband ausschließlich einheimische Autoren, die den Alltag ausleuchten, so liest man bei „Bali“ auch Essays von bekannten Ausländerinnen wie Margret Mead oder Vicky Baum. Gelungene Übersetzungen und bibliografische Angaben zeichnen die Anthologien aus. Hoffentlich setzt der Verlag die Reihe mit Geschichten in anderen Ländern fort. A. Gerstlacher

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