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Reisebücher & Reiseführer

Anna Gerstlacher

Für Inselnarren „Inselsucht ist eine eigene Form der Besessenheit. Es gibt Menschen, für die sind Inseln unwiderstehlich. Allein das Wissen, sich in einer kleinen, vom Meer umgebenen Welt zu befinden, versetzt sie in einen unbeschreiblichen Rauschzustand.“ Mit diesen einleitenden Worten des britischen Poeten Lawrence Durrell laden die beiden Herausgeber nicht nur „Inselnarren“ zu einer Reise rund um den Globus in ost-westlicher Richtung ein: Der aufgehenden Sonne am Morgen folgend, von den Tonga- und den Chatham -Inseln, über den Pazifik und Australien nach Asien, Europa und Afrika, über den Atlantik nach Amerika bis zum Sonnenuntergang auf Samoa. Wichtig für die Auswahl der 200 Inseln waren nicht die Ausmaße, sondern der Charakter (Lake Palace in Udaipur, Reichenau oder Mainau im Bodensee) oder die Fantasien, die etwa mit Jamaika, Tahiti oder der Osterinsel verbunden sind. Das globalisierte Hongkong oder die altmodische Isle of Wight fehlen genauso wenig wie die bekannten Traumziele Bahamas oder Capri oder auch die Gefängnisinseln Alcatraz und Robben Island.

In Text und Bild wird jede Insel jeweils auf zwei Seiten vorgestellt. Die Angaben zu Bewohnern, Geschichte, Fauna, Flora, Sprache, Festen, Küche und natürlich auch den Besonderheiten sind gleichsam umspült von Zitaten berühmter Inselkenner und -liebhaberinnen. Anna Gerstlacher

— Philip Dodd & Ben Donald: Das Buch der Inseln. Verlag National Geographic Deutschland, München 2008, 511 Seiten, 39,95 Euro

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