Reise : LESEN & REISEN

Reisebücher & Reiseführer

Anna Gerstlacher

Traumhaft wohnen in Italien

Meg Nolan: Italien für Verliebte. Hotels, Villen, Landhäuser. Christian-Brandstätter-Verlag, Wien, 204 Seiten, 250 Abbildungen, 29,90 Euro.

In Italien kommt man ja sowieso ins Schwärmen. Städte und Dörfer, Landschaften, Lebensart, ach … Wie schön man im Sehnsuchtsland der Deutschen logieren kann, zeigt jetzt ein Buch. 30 Landhäuser, Villen und Hotels stellt die amerikanische Autorin Meg Nolan darin vor. Viele davon sind luxuriös und teuer, das heißt 800 Euro pro Nacht muss man rechnen. Aber es gibt auch solche zu „moderaten“ Preisen, die dann bei 200 Euro beginnen. Dafür kann man zum Beispiel im Il Palazzetto in Rom direkt an der Spanischen Treppe wohnen und auf der Panoramaterrasse frühstücken. 15 Zimmer bietet das Albergo Villa Marta am Rande von Lucca (Toskana). Die cremefarbene Villa aus dem 19. Jahrhundert liegt zwischen Olivenhainen und Zypressen, und im sorgsam gestalteten Garten gibt es auch einen Pool. Kühl und luftig ist das Innere des Hotels La Bandita gestaltet, das seine Gäste in zwei Steinhäusern beherbergt. Auf einem Hügel liegen sie und bieten so einen 360-Grad-Blick über die toskanische Landschaft.

Viele Serpentinen sind zu überwinden, bis man die Villa Tiboldi in Roero (Piemont) erreicht. Inmitten von Weinbergen wohnt man dort und kann in Muße all die vielen liebevollen Details der Einrichtung bewundern. Die Autorin verrät zu den jeweiligen Unterkünften auch Ausflugstipps. Aber im Grunde sind die Häuser viel zu schön, um sie zu verlassen. kai

Afrika, der ganz andere Kontinent

Robert B. Haas zeigt kein von Kriegen zerrüttetes Afrika. Großformatige Bilder von unermesslichen Weiten, scharfkantigen Dünen, schlammigen Flusstälern oder gigantischen Wasserfällen präsentiert er. Weit aus dem Hubschrauber gelehnt, entstanden Aufnahmen, die der Schöpfung sehr nahe kommen: Berge, Bäume, Savannen, Felder und Herden. Bewohnte Städte erhalten durch den Blick aus der Höhe eine malerische geschäftige Ordnung, obwohl sie Plätze der Armut und Verwahrlosung sind. Einzigartiges, Schönes und doch so Zerbrechliches, Uraltes, Großartiges tut sich auf. Haas geht es keineswegs darum, Nashorn-Elefant-Leopard-Löwe abzuhaken, vielmehr ist ihm daran gelegen, den Blick für die Luftfotografie zu sensibilisieren. Dabei verrät die Ästhetik der Aufnahmen nur partiell wie komplex, kompliziert und gefährlich es sein kann, solche Blickwinkel zu erhaschen. Die Ästhetik der Bilder wird nur einige Male unterbrochen von sorgfältig formulierten, durchdachten, bis ins philosophische reichenden Äußerungen, die in Zusammenhang mit den Abbildungen stehen.

Mit „Magisches Afrika“ versucht der Autor, seine Idee, alle Länder, die entlang dem Ostafrikanischen Graben liegen, zu einem Weltkulturerbe zu vereinen. Die überzeugenden Aufnahmen aus elf Ländern des Schwarzen Kontinents untermauern zwar dieses Anliegen, aber es wird aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Situation noch ein langer Weg bis zur gänzlichen Umsetzung sein.

Anna Gerstlacher

— Robert B. Haas: Magisches Afrika. National Geographic, Hamburg 2008,

210 Seiten, 29,95 Euro

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben