Reise : Letzter Gruß von Schiffsarzt Simpson

Ein wenige Tage vor dem Untergang der „Titanic“ an Bord verfasster Brief kommt zurück nach Belfast, in die Heimatstadt des Verfassers. Die Nachkommen des Chirurgen John Edward Simpson, der bei dem Schiffsunglück ums Leben gekommen war, äußerten sich erfreut über die Nachricht. Ein unbekannter Gönner hatte das Dokument gekauft, nachdem bei einer Auktion in Long Island im US-Staat New York das Mindestgebot von 34 000 Dollar nicht erreicht worden war.

Über den Unbekannten und die Höhe der Kaufsumme wurde nichts bekannt. Er hatte offenbar von einer Kampagne der Familie gehört, in der sie Geldgeber um die Ersteigerung des Briefes bat, damit dieser öffentlich ausgestellt werden kann. Simpsons Großneffe John Martin erklärte jetzt, das Schreiben werde in Kürze nach Belfast kommen.

Simpson schrieb den Brief an seine Mutter am 11. April 1912, drei Tage bevor die „Titanic“ einen Eisberg rammt und unterging. Das Schreiben verfasste er auf Briefpapier mit dem Schriftzug „RMS ,Titanic‘ “. Darin erklärt der damals 37-Jährige, dass er sich an Bord gut einlebe und dass seine Kabine größer sei, als die auf dem Schwesterschiff „Olympic“, wo er zuvor gearbeitet hatte. Der Brief wurde im irischen Cobh (heute Queenstown), dem letzten Stopp der „Titanic“ vor der Überfahrt in die USA, an Land gebracht und anschließend an Simpsons Mutter weitergeleitet. dapd

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