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Ölleck im Roten Meer gestopft

Mitte vergangener Woche bahnte sich eine Umweltkatastrophe im Roten Meer an: Aus dem Leck einer Bohrplattform strömte, offenbar bereits seit dem 16. Juni, Öl aus. Ein 160 Kilometer breiter Ölteppich wurde gesichtet, ebenso tote und ölverschmierte Vögel sowie Meeresschildkröten. Braune Ölklumpen verschmutzten Tage später einen 20 Kilometer langen Strandabschnitt rund um die Touristenhochburg Hurghada. Inzwischen seien die Strände zu 95 Prozent gesäubert, teilten ägyptische Behörden mit. Weder Strände vor ihren Vertragshotels noch Tauchreviere seien noch beeinträchtigt worden, bestätigte Tui-Sprecherin Anja Braun dem Tagesspiegel am Freitag. Die ägyptische Umweltorganisation Hurghada Environmental & Conservation Association (HEPCA) erklärte auf Anfrage, das Leck sei inzwischen versiegelt worden. HEPCA verlangte eine Bestrafung der Verursacher und forderte die Regierung auf, die gewährten Förderkonzessionen für Ölfirmen zu überprüfen. kai

Geschützter Grenzstreifen

Ein 130 Kilometer langer Abschnitt des ehemaligen Grenzstreifens zwischen Thüringen und Bayern soll künftig unter Naturschutz stehen. Mit dem Vorhaben solle ein Rückzugsgebiet für über 600 bedrohte Tier- und Pflanzenarten geschaffen und dauerhaft gesichert werden, sagte Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU). In einer zweieinhalbjährigen Planungsphase sollen zudem Möglichkeiten für eine umweltschonende Landwirtschaft und nachhaltigen Tourismus erarbeitet werden. In der Region leben seltene Tierarten wie Mopsfledermäuse, Raubwürger und Bachmuscheln. dpa

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