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Deutsche retten Mallorca-Tourismus

Wie wichtig Deutschland für den Tourismus auf Mallorca ist, hat sich wieder einmal zum Ende der diesjährigen Saison gezeigt. Weil die Bundesbürger im September in Massen auf die Insel strömten, ist die Auslastung der Hotels um acht Prozent gegenüber 2009 gestiegen. Insgesamt waren die Herbergen im Schnitt zu 80 Prozent belegt und im Oktober in manchen Gebieten auch zu 75 Prozent. Diese Zahlen gab die Vereinigung der Hoteliers von Mallorca (Fehm) bekannt. Vor allem an der Playa de Palma, wo das Herz des deutschen Tourismus schlägt, machte sich der Ansturm aus Deutschland bemerkbar. Aber auch in anderen deutschen Hochburgen wie Cala Millor, Paguera oder Alcúdia-Can Picafort verzeichneten die Hotels positive Zahlen. Wermutstropfen ist allerdings, dass der gute Besuch nicht einherging mit der Rentabilität. Denn mit ein Grund für die Popularität Mallorcas waren offenbar zahlreiche Sonderangebote und Rabatte, die sich zwischen 10 und 30 Prozent bewegten. „Preismäßig sind wir auf dem Niveau des Jahres 2000 geblieben, während sich die Kosten auf dem aktuellen Stand bewegten“, sagte Fehm-Vorsitzende Marilèn Pol. Dies ist nach Ansicht der Hoteliers mit Blick auf den Winter besorgniserregend.

Hotelbewertungsportale

Eine interessante Beobachtung hat Michelle Wohl gemacht, Vizepräsidentin des Technologieunternehmens Revinate, das Bewertungsportale und Social Media Marketing analysiert: Positive Gästebewertungen von Hotels schrieben offenbar vor allem „intelligentere“, in jedem Fall jedoch besser gebildete Menschen im Internet. Diese Nutzergruppe sei auch präziser in ihren Aussagen und komme schneller auf den Punkt. Die meisten Nutzer, die eine Bewertung schrieben, tendierten dazu, „endlos eher inhaltsloses Zeug“ zu schreiben.

Impfung empfohlen

Fernreisen sind im Winterhalbjahr besonders populär. Urlauber sollten sich vor dem Urlaub in exotischen Gefilden jedoch gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Das gelte besonders für Reisen nach Asien, Südamerika, in die Karibik und nach Mexiko, empfiehlt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden. Rund drei Viertel der weltweit etwa 360 Millionen Träger von Hepatitis B leben dem Berufsverband zufolge in Asien. In Südostasien soll fast jeder zehnte Bewohner das Virus in sich tragen. Auch in Teilen der Karibik, zum Beispiel in der Dominikanischen Republik und Haiti, sei das Virus weit verbreitet. Hepatitis B sei 100 Mal ansteckender als das Aids-Virus HIV, warnt Thomas Löscher vom BDI. Es könne schon durch kleinste Spuren von Blut oder Speichel übertragen werden, zum Beispiel bei einer ärztlichen Behandlung. In Mexiko haben sich nach BDI-Angaben in jüngster Vergangenheit die Infektionen mit der auch Reisegelbsucht genannten Hepatitis A gehäuft. Die meisten Urlauber steckten sich über belastetes Trinkwasser an. Tsp

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