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Internet: Billige Reisen bevorzugt

Verbraucher geben für eine im Internet gebuchte Reise deutlich weniger aus als im Reisebüro um die Ecke. Während dort pro Arrangement 884 Euro über den Tresen gehen, investiert der Onlinekunde lediglich 702 Euro. Dafür gibt es Gründe, wie das Marktforschungsunternehmen GfK nun ermittelt hat. „Zum einen werden online eher kürzere Reisen gebucht“, so Projektleiterin Dörte Nordbeck. Anderseits bevorzugten Internetkunden „Hotels niedrigerer Kategorien“. tdt

Am liebsten in die USA

Die USA bleiben das beliebteste Fernreiseziel der Deutschen: 1,7 Millionen Bundesbürger besuchten die Vereinigten Staaten 2010 – drei Prozent mehr als in den vorangegangenen zwölf Monaten. Die Bundesrepublik bewege sich „wieder auf den bisherigen Rekordwert von zwei Millionen aus dem Jahr 1999 zu“, so Roger Dow, Präsident der US Travel Association. Insgesamt zählte das Land in 2010 aus Übersee knapp 26 Millionen Gäste. tdt

Marbella in Georgien

Georgien baut zwei neue Ferienorte an der Schwarzmeerküste: Anaklia soll das „georgische Marbella“ werden mit Luxushotels, einem Prachtboulevard und Yachthafen, in Kobuleti werden dagegen eher bescheidenere Unterkünfte gebaut. Die Regierung in Tiflis wirbt um Investoren aus dem Ausland mit einem Ertragssteuererlass von bis zu 15 Jahren, Gratis-Bauland sowie Wasser und Gas zum Nulltarif. Das Land, das gemeinsame Grenzen mit Armenien, Aserbaidschan, Russland und der Türkei hat, zählte 2010 aus der Bundesrepublik 17 365 Besucher, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 13 Prozent.tdt

Arme Alpen in Österreich

Der Konkurrenzdruck im Tourismus führt in Österreichs Bergen zu „maßlosen Erschließungsplänen“. Die Alpen seien „im Würgegriff“, sagt Christian Wadsack, Präsident des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Die derzeitige Erschließungswelle sei in den vergangenen Jahrzehnten „ohne Vergleich“. Dabei würden auch Recht und Gesetze „systematisch ausgehöhlt“.

Sogar ausgewiesenen Schutzgebieten wie dem oberösterreichisch-steirischen Toten Gebirge oder den Kalkögeln in den Stubaier Alpen drohe aufgrund „kurzfristiger wirtschaftlicher Vorteile“ der Ausbau. Im Nationalpark Hohe Tauern sei eine unterirdische kilometerlange Stollenbahn im Gespräch. Auch wird in Österreich überlegt, strittige Projekte dann zu genehmigen, wenn Reservate an anderer Stelle ausgedehnt werden. „Ein Kuhhandel“, wie Wadsack sagt. Schutzflächen und die damit verbundene Raumordnung „sind in der Sache viel zu wichtig.“ tdt

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