NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Foto: Jiuguang Wang
Foto: Jiuguang Wang

Eisbär wird Segler

Dem Eigentümer der Berliner Eisbären, Philip Anschutz, gehört jetzt wahrscheinlich auch Windstar Cruises. Wie der Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtet, hat TAC Cruises LLC, eine Tochtergesellschaft der Anschutz-Gruppe, das Kreuzfahrtunternehmen mit seinen drei Segel- Kreuzfahrtjachten „Wind Star“, „Wind Spirit“ und „Wind Surf“ bei einer Insolvenzauktion erworben. Nur der zuständige Insolvenzrichter muss dem Verkauf noch zustimmen. Tsp

„Europa 2“ zweisprachig

Bisher suchte und fand Hapag-Lloyd für seine Luxusschiffe vor allem deutsche Gäste. Mit der „Europa 2“, die voraussichtlich 2013 in Dienst gestellt wird, soll sich das ändern. Wie die britische „Travel Trade Gazette“ berichtet, hat Sebastian Ahrens, Sprecher der Geschäftsführung von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, vor Reisebüroexpedienten in London darum geworben, auch britische Urlauber für eine Reise an Bord des neuen Schiffes zu gewinnen. Tsp

Flugsteuer bremst Billigflieger

Zwar geht mittlerweile jeder dritte in Deutschland startende Flug auf das Konto eines Billigfliegers. Doch deren Kunden haben weniger Auswahl als früher: Die Airlines reduzierten 2011 ihr Angebot im Vergleich zum Vorjahr um 60 Flüge pro Woche. Das sei eine Folge der Anfang des Jahres eingeführten Luftverkehrssteuer, schreibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einer jetzt vorgelegten Studie mit Zahlen aus dem Januar 2011. Insgesamt bieten die „Discount-Airlines“ 507 Strecken an, wobei lediglich auf 13 Routen sich zwei Anbieter Konkurrenz machen. Im Schnitt liegen die Preise für eine einfache Strecke zwischen 31 und 67 Euro. Zum Vergleich: 2008 hatte das DLR Tarife zwischen 19 und 62 Euro ermittelt. Damals offerierten 20 Airlines 4700 Flüge pro Woche, nun bringen die Low-Cost-Carrier – heute genau so viele wie damals – 4100 Passagen auf den Markt. tdt

Empire State Building 80 Jahre alt

Eine der meist besuchten Touristenattraktionen der USA ist 80 Jahre alt: 120 Millionen Menschen haben seit der Eröffnung des Empire State Building in New York Anfang Mai 1931 die Aussichtsterrasse im 86. Stock des bis 1972 höchsten Hauses der Welt besucht. Das bis zur Antennenspitze 443 Meter in den Himmel ragende Gebäude gilt als Inbegriff des „Wolkenkratzers“. Die Besucherplattform ist täglich von acht Uhr morgens bis zwei Uhr nachts geöffnet, der letzte Aufzug erklimmt das – nun nur noch dritthöchste Haus der Vereinigten Staaten – um 1 Uhr 15. Tickets kosten umgerechnet 14 Euro. tdt

Absteigen im Pingpong-Hotel

In der ostchinesischen Provinzstadt Huainan entsteht der größte Tischtennisschläger der Welt: 150 Meter hoch und umgerechnet 32 Millionen Euro teuer. Das Hotel in der Form eines Pingpong-Schlägers ist Teil eines umgerechnet 200 Millionen Euro teuren Sportparks, in dem die Schwimmhalle an einen Volleyball und das Gymnastikstadion an einen Fußball erinnert. Huainan will sich so auch international als Sportstadt profilieren. tdt

Hotel mit Beatles-Vergangenheit

Direkt am Hamburger Hauptbahnhof entsteht bis Ende des Jahres ein Jugendhotel mit bis zu 130 Zimmern. Das achtstöckige Backsteingebäude, als Klockmann- Haus bekannt, war 1926 das erste „Hochhaus“ der Hansestadt. Beatles-Fans kennen das Gebäude, weil die Band dort erstmals in einem professionellen Tonstudio Aufnahmen machte. tdt

Barcelona verbietet Badekleidung

In Spaniens zweitgrößter Stadt greift gegen zu viel nackte Haut durch: Ein Bußgeld in Höhe zwischen 120 und 300 Euro droht, wenn man durch Barcelona in Badekleidung bummelt. Ausgenommen davon sind alle Strandpromenaden und die daran unmittelbar angrenzenden Straßen, berichtet „El País“. tdt

„Klimaneutral“ wirkungslos

Werben Ferienregionen in den Alpen mit umweltorientierten Reiseangeboten, gewinnen sie wenig neue Gäste. „Klimaneutral ist kein Verkaufsargument“, so das Ergebnis einer Fachtagung der Fakultät für Tourismus an der Hochschule München. Die wenigsten Urlauber entschieden sich deshalb für eine Gegend als Ferienziel. Der Gast wolle keinen Klimaurlaub machen, sagt Felix Kolbeck, Leiter des Projektes Climalptour. Touristen, heißt es in einem vorgelegten Papier, blenden die Folgen des Klimawandels „weitgehend aus“, setzen „selten auf nachhaltigen Tourismus“, sondern eher auf „wie bisher“ oder sogar auf „erleben, solange es noch geht“. Allerdings erwarten die Forscher, die im Herbst dazu auch eine repräsentative Umfrage vorlegen, in Zukunft mehr Reisen in die Nähe und weniger Fernflüge. tdt

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