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Angst vor Ferien in Tunesien

Der Bürgerkrieg in Libyen hält deutsche Urlauber nach Ansicht des Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium von Reisen nach Tunesien ab. „Tunesien leidet unter den täglichen Fernsehbildern aus Libyen“, sagte Ernst Burgbacher jetzt bei einem Treffen mit dem tunesischen Minister für Arbeit und Berufsbildung Said Aydi in Berlin. Viele sähen nur, dass beide Staaten direkte Nachbarn sind und seien bereits abgeschreckt. „Tourismus ist ein hochsensibler Sektor.“ Sobald etwas passiere, gingen die Besucherzahlen in der Regel rapide nach unten.

Nach der Revolution und dem Sturz des Diktators Zine el Abidine Ben Ali im Januar waren in Tunesien die Touristen ausgeblieben. Nach den jüngsten Zahlen des tunesischen Fremdenverkehrsamts besuchten im Mai 16 911 deutsche Urlauber den nordafrikanischen Staat. Das entspricht einem Rückgang um 65,5 Prozent im Vergleich zu 2010, als im gleichen Monat 48 955 Touristen kamen.dpa/tmn

Ukraine stoppt Tschernobyl-Reisen

Die Touren von Touristen in das nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren verstrahlte Gebiet sind vorerst gestoppt. Ein Gericht prüfe derzeit die Zulässigkeit solcher Reisen, sagte der Tourismusanbieter Arseni Finberg vor kurzen der Nachrichtenagentur dpa in Kiew. Demnach hat die Generalstaatsanwaltschaft Protest eingelegt gegen die Entscheidung des ukrainischen Zivilschutzministeriums, die 30-Kilometer-Sperrzone auch für den Massentourismus zu öffnen. Die Reise in das atomar verseuchte Strahlengebiet sollte auch den Gästen der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Ausflugspaketen angeboten werden.

Nach Einschätzung Finbergs wird in ein bis zwei Monaten klar sein, ob die bewachte Zone wieder für Touristen geöffnet wird. „Ein generelles Verbot der Reisen wird es nicht geben. Das Geschäft mit dem Tschernobyl-Tourismus bringt einfach zu viel Geld“, meinte er.dpa

Lesung in Berlin

Zu einem poesievollen, literarischen Spaziergang nimmt Holger Teschke seine Zuhörer morgen, am 4. Juli, mit. Der Autor liest aus seinem gerade bei Hoffmann und Campe erschienenen Buch über Rügen und Hiddensee. Ort: Salon Schleiermacher der Evangelischen Kirchengemeinde in der Friedrichstadt, Taubenstraße 3 in Berlin-Mitte. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. kai

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